Das Feuer

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 17.12.2006 in Varna

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In der Welt gibt es ein heiliges Feuer, das mit der Flamme der Unsterblichkeit brennt. In diesem heiligen Feuer haben die Weisen und Propheten früher die höchste Manifestation des Gottes gesehen. „Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer“ (Heb. 12:29), heißt es in der Bibel. “Alle erhabenen unsterblichen Seelen tragen dieses heilige Feuer in sich, wenn sie aus Gott herausgehen. Wohin sie auch in das endlose Universum gehen, arbeiten sie mit diesem Feuer. All diese Seelen haben nur einen Begriff vom Feuer: das heilige Feuer ist das Feuer der Liebe. Die Liebe trägt das heilige Feuer, in dem das Leben verborgen ist. Deshalb kommt das unsterbliche Leben dort zur Geltung, wo das heilige Feuer brennt, dort wachsen und reifen die Früchte des Geistes“.[1]

Mit dem erhabenen Wort des Meisters Beinsa Douno, das er selbst „Kraft und Leben“ nannte, richtete er gleich unseren inneren Blick auf die höchsten Gipfel der Spiritualität, damit wir die außerordentliche Ernsthaftigkeit der Warnung verstehen, die in den folgenden Worten steckt: „Die unsichtbare Welt wirkt jetzt durch das Feuer. Sie wendet das Feuer als das stärkste Mittel an, um Mensch und Erde zu läutern. Wenn das Feuer in der Welt wirkt, verbrennen manche, andere schmelzen und dritte wiederum überleben und erstehen auf.“[2] Letztere haben die Möglichkeit, jenen Sonnenzustand des Verstandes, Herzens, Geistes und der Seele zu erreichen, der Rada (altbg.’Freude’) heißt. Warum wurde es erst möglich, dass mehr Menschen den Zustand der Seligkeit im Gott erkennen und worin unterscheidet sich das alte Verständnis von „Rada“ vom heutigen? Warum gab es in den früheren Jahrhunderten und Jahrtausenden kein Läutern durch Feuer, sondern wir haben das Privileg, seine Zeitgenossen zu sein? Warum werden viele verbrennen anstatt aufzuerstehen? Wer wird schmelzen? Der Meister sprach bildhaft über das Schmelzen: „Wenn die Natur etwas Hartes im Menschen findet, legt sie es in das Feuer, um es zu backen. Wenn der Mensch seine Weichheit verliert, legt ihn die Natur in den Holzofen, macht ein Feuer darunter und fragt: „Wirst du lieben?“ – „Ich will nicht.“ – Die Natur macht noch mehr Feuer. – „Wirst du lieben?“ – „Ich will nicht“ – Sie verstärkt das Feuer. – „Wirst du lieben?“ – „Ich will nicht.“ – Nun macht sie noch stärkeres Feuer und der Mensch sagt, ohne gefragt zu werden: „Ich werde lieben!“ Nun ist er schon erweicht.“[3]

Es wird viele Weichgewordene geben, aber Menschen, die nicht schmelzen, sondern verbrennen, wird es auch jede Menge geben. „Wenn ihr wollt, dass die Liebe euch besucht, dann begehrt sie aus den Tiefen eurer Seele! Auf die starken, aufrichtigen Wünsche des Menschen, die aus seiner Seele kommen, gibt es immer eine Antwort“[4], versicherte uns Beinsa Douno.

Wer ist in der Lage, einen solchen Wunsch auszustrahlen? Der Meister antwortete: „Der Weg des Schülers, das ist das Neue, das heute in das Leben der Menschheit hineinritt. Der Schüler beginnt mit der Liebe. Durch die Liebe wird dem Menschen ein neues Feld, eine neue Welt zum Arbeiten eröffnet. Wo es keine Liebe gibt, dort wird die Stimme Gottes nicht vernommen.“[5] Der Meister sagte unmissverständlich: „Ich möchte euch den Weg, die Methode zeigen, wie ihr eine Verbindung zur Ursprünglichen Ursache der Dinge in der Göttlichen Welt herstellen könnt – zum Ganzen! Das ist das Schönste, das ich euch geben möchte.“[6]

Als der Hauptbote Christi zeigte uns der Bodhisattva in seinem ganzen Leben diese Methode. „Die Liebe als ein edles Prinzip muss in der Menschenseele zur Geltung kommen und nur dann können wir uns mit Christus verbinden. Eine Sache wird von allen Menschen verlangt – sich mit Christus zu verbinden. Wenn ihr euch mit Ihm verbindet, wird Er mit euch bis zum Ende der Zeit sein. Er ist die Tür, die den Menschen vom Vergänglichen zum Unvergänglichen, vom Sichtbaren zum Unsichtbaren, vom Hass zur Liebe führt. Wenn ihr Seine Liebe spürt, wird euer Erdenleben einen Sinn bekommen. Dann wird euer Verstand aufleuchten, ihr werden das Licht des neuen Lebens und das Verständnis erhalten. Nur dann werdet ihr die Beziehung verstehen, die zwischen der Liebe und dem Leben, der Weisheit und dem Licht, der Wahrheit und der Freiheit existiert.“[7]

Mit Nachdruck wurden folgende Worte gesagt: „Solange die Menschen nicht eins mit Christus geworden sind, solange sie nicht in Gedanken, Gefühlen und Taten ein mit Ihm geworden sind, wird die Welt nicht verbessert werden.“[8] Heute ist das Maß, mit dem die geistige Welt unseren Fortschritt misst, ein völlig anderes als in der Vergangenheit. Es hat immer Lehrer und Schüler gegeben, aber erst im 20. Jahrhundert begann man, über den Weg des Schülers als das Neue im Leben der Menschheit zu sprechen. Woran liegt das? – Die Antwort ist vielschichtig, doch wir werden ihren Kern suchen, damit wir diesen Schlüssel immer in unserem Leben benutzen können.
„Der wahre Weg kennt keine Pfade. Ein Weg mit vielen Pfaden ist ein Weg der Welt. Ein Weg ohne Pfade ist ein Weg des Geistes. Die Wahrheit ist die Macht, die den Menschen auf dem ewigen Weg antreibt“, sagte Beinsa Douno und fuhr fort: „Das, was die Seele zufrieden stellt, ist die Liebe. Das, was den Geist zufrieden stellt, ist die Weisheit. Das, was allem den Sinn gibt, ist die Wahrheit. In der Wahrheit wirken die Liebe und die Weisheit gemeinsam. Die Wahrheit, das sind die Früchte, die ständig am Baum reifen. Sie ist das Endergebnis der Ewigkeit“.

An anderer Stelle heißt es: „Auf dem Weg der Liebe wirst du deine Mutter finden. Auf dem Weg der Weisheit wirst du deinen Vater finden. Auf dem Weg der Wahrheit wirst du dich selbst finden.“ Mit der Liebe finden wir uns also als Seele, die nur in dieser Atmosphäre wachsen kann; mit der Weisheit öffnen wir uns für den Geist und werden die Göttliche Vorsehung ohne Zweifel zu haben verstehen, aber nur in der Wahrheit werden wir uns als das „Ich-bin“ finden, das die Wahrheit durch ihre Anwendung versteht. „Die Anwendung der Göttlichen Gesetze im Leben zeigt, dass der Schüler auf dem Weg der Wahrheit ist! Eine Seele mit einem unüberwindlichen Willen – das ist das Ideal“, sagte Beinsa Douno.

Heutzutage ist das Maß, mit dem die geistige Welt unseren Fortschritt misst, sehr unterschiedlich im Vergleich zu vergangenen Zeiten. Schüler und Meister hat es schon immer gegeben, doch erst im 20. Jahrhundert begann man über den Schulungsweg als über „das Neue im Leben der Menschheit“ zu sprechen. Die Ursachen dafür sind verschiedenartig, aber wir wollen auf das Wesentliche hinweisen, damit wir diesen Schlüssel immer in unserem Leben anwenden können. „Der wahre Weg kennt keine Pfade“, sagt der Meister. “Ein Weg mit vielen Pfaden ist ein Weg der Welt. Ein Weg ohne Pfade ist ein Weg des Geistes. Die Wahrheit ist jene Kraft, die den Menschen auf dem ewigen Weg bewegt.“[9]

Auch folgende Aussage ist wichtig: „Das, was die Seele befriedigt, ist die Liebe. Das, was den Geist befriedigt, ist die Weisheit. Das, was allem einen Sinn gibt, ist die Wahrheit. In der Wahrheit wirken die Liebe und die Weisheit gemeinsam. Die Wahrheit, das sind die Früchte, die am Baum des Lebens ständig reifen. Sie ist das Endergebnis der Ewigkeit“.[10]

An anderer Stelle heißt es: „Auf dem Weg der Liebe wirst du deine Mutter finden. Auf dem Weg der Weisheit wirst du deinen Vater finden. Auf dem Weg der Wahrheit wirst du dich selbst finden“.[11] Anders gesagt, wird man mit der Liebe sich selbst als Seele finden, die nur in diesem Umfeld wachsen kann, mit der Weisheit wird man sich dem Geist öffnen und den göttlichen Plan ohne jeden Zweifel verstehen, doch nur in der Wahrheit wird man sich selbst als ein Ich-bin finden, das sie durch ihre Anwendung versteht. Denn „die Anwendung der göttlichen Gesetze zeigt, dass der Schüler sich auf dem Weg der Wahrheit befindet! Eine Seele mit einem unbesiegbaren Willen – das ist das Ideal“[12], sagt der Meister.

In der Vergangenheit waren die Schüler noch keine Ich-Wesen, die auf dem Weg der Wahrheit gingen. Dieser Weg wurde erst 2000 Jahre nach der Taufe im Jordan möglich, als das Ätherisch-Seelische Jesu aus dem Physischen ausgestrahlt wurde und sich in den Opferkelch das Christus-Wesen als Ich ergossen hat, dass aus dem reinen Feuer der Liebe besteht. An Pfingsten trat das von Christus erfüllte geistige Menschen-Ich in diesen ein und begann sich in einer Art zu entwickeln, in der die Taufe mit dem Heiligen Geist als rein Seelisches und mit dem Feuer des Christus-Ich vollzogen wird. Beide löschen das Bewusstsein nicht, sondern erwecken es in der geistigen Welt, obwohl es in einem irdischen Leib lebt.

Die Taufe „mit dem Geist und Feuer“ (Ich) wird heutzutage vielen Menschen ermöglicht, damit auch der Zustand der „Rada“ in einer neuen Ich-Art erreicht wird, die ganz anders ist als früher. Nicht zufällig warnte uns der Meister, dass zu uns heute mit dem Geist der Wahrheit gesprochen werden wird – „dem höchsten Gipfel, der jemals gesehen sein wird“. Obwohl 20 Jahrhunderte seit der Zeitenwende vergangen sind, sind die Menschen für die Wahrheit nicht bereit. Alles wird mit der Liebe begonnen, die jegliche Gewalt ausschließt, danach kommt die Weisheit, die jegliche Leichtigkeit ausschließt und die Wahrheit schließt jegliche Vergnügung aus. Wie sollen wir frei von jeglicher Vergnügung werden, um der Zeit angemessen zu sein, wenn wir immer noch an der Liebe stolpern?

„Das Streben nach Reinheit ist das Streben nach Liebe. Sie zeigt, dass der Mensch aus dem gewöhnlichen Leben herauskommt und zum ungewöhnlichen übergeht. Wenn der Schüler die Reinheit erlangt, wird er vom ersten Strahl der Liebe erleuchtet“.[13] Gemeint ist hauptsächlich  die Reinheit des Astralleibes. Zu diesem Zweck muss man den ersten Schritt tun, der darin besteht, dass man sich keiner Lüge bedient, sei es eine weiße oder schwarze Lüge. „In der Lüge sind alle Hindernisse und Bedingungen ihrer Versklavung“[14], warnte uns der Meister. Aber wo ist die Wurzel der Lüge? „Das Fatalste geschieht, wenn man versucht, es der Welt recht zu machen – dann wird man nämlich immer betrogen. Niemand kann dich von außen verderben, wenn du das nicht willst. Das ist die große Freiheit, die das erste Prinzip dem Menschen gegeben hat“[15], eröffnete uns Beinsa Douno. Die Freiheit wurde uns geschenkt, damit wir unsere Aufgabe erfüllen, die Erde in einen Kosmos der Liebe durch die freie Entwicklung unseres Ich zu verwandeln.

Über den grundsätzlichen Unterschied zur Vergangenheit im Verhältnis des Lehrers zum Schüler können wir aus folgenden Worten schließen: „Die Liebe kann nur bei absoluter innerer Freiheit existieren. Der Lehrer gibt seinem Schüler diese Freiheit. Der Schüler muss auch seinem Lehrer die Freiheit geben. Diese Freiheit ist heilig![16] Der Schüler tut alles aus innerer Freiheit heraus“[17]. An andere Stelle heißt es: „Dem Schüler der östlichen Schule hat man künstliche Hindernisse auf den Weg gestellt, und er hat sie überwunden, nun wird der Schüler ausschließlich natürlichen Prüfungen unterzogen und diese muss er sehr gut schaffen“.[18] Die natürlichen Prüfungen schaffen die Geister in Abhängigkeit von den Karma-Anforderungen. Christus selbst verwaltet das Karma und der Schüler ist Ihm gegenüber persönlich verantwortlich, denn er darf niemals zweimal dieselbe Prüfung ablegen. Deshalb muss er sie gut bestehen. Wird die Prüfung nicht bestanden, ist der Schüler durchgefallen und unterliegt allen Konsequenzen daraus.

„Das Bewusstsein des Schülers soll immer wach sein“[19], warnte uns Beinsa Douno. Das Bewusstsein ist dann wach, wenn es die Geheimnisse der lebendigen vernünftigen Natur versteht. Der Meister eröffnete uns auch: „Die erste Eigenschaft der Liebe ist der große Durst zu lernen. Derjenige, der liebt, möchte Weisheit erlangen. Existiert dieser Wunsch nicht in ihm, so gibt es auch keine Liebe in ihm![20] Der Mensch der Liebe ist ein Bruder oder eine Schwester Christi. „Dann steht er vor der Tür des Tempels und Christus wird ihn empfangen und ihm die großen Gesetze der Natur zeigen“[21], versprach der Meister und fügte hinzu: „Man muss gleichzeitig mit der Liebe und der Weisheit arbeiten, um sich von der inneren Sklaverei zu befreien, in der sich der Mensch befindet. Das ist die große Aufgabe des Lebens. Liebe ohne Weisheit hat keine Bedeutung. Weisheit ohne Liebe auch. Beide sind unzertrennlich miteinander verbunden“[22]. Christus ist die Tür zur Liebe. Er ist die Tür zur Weisheit. Er ist auch die Tür für die höchste und einzige Wirklichkeit – die Wahrheit. „Die Wahrheit ist der Geist der Liebe. Die Liebe kommt von oben, von der Wahrheit, zu der sich der Mensch erheben muss. Das ist der Weg der Vollkommenheit.[23] Wenn wir diesen Weg antreten, werden wir nach und nach die bedeutsame Offenbarung des Meisters verstehen: „Bisher habe ich euch nur über die Geschenke der Liebe erzählt. Das war nur das Vorwort. Über die Liebe habe ich euch noch nichts erzählt“.[24]

Licht auf diese Frage könnte eine Offenbarung Rudolf Steiners werfen, der Folgendes sagte: „Okkult gesehen, bringt alles, was aus Liebe geschieht, keinen Lohn, sondern ist Ersatzleistung für bereits verbrauchtes Gut. Die einzigen Handlungen, von denen wir in der Zukunft nichts haben, sind diejenigen, die wir aus echter, wahrer Liebe tun. Man könnte erschrecken über diese Wahrheit: Zum Glück wissen die Menschen in ihrem Oberbewusstsein nichts davon. In ihrem Unterbewusstsein wissen es aber alle Menschen, darum tun sie so ungern die Taten der Liebe. Das ist der Grund, warum so wenig Liebe in der Welt ist“[25]

Beinsa Douno sagte das Gleiche mit einem Satz: „Ein starker Mensch ist derjenige, der liebt, ohne zu erwarten, dass man seine Liebe erwidert“.[26] Da wir Menschen noch nicht so stark sind, hat uns Gott einen aufregenden und wunderbaren Beschützer geschenkt, der in den folgenden, schwer zu begreifenden Worten des Meisters verschlüsselt wurde: „Die Schönheit, die mit der Liebe verbunden ist, das ist die Himmlische Jungfrau, die mit dem Kleid der Liebe und Weisheit gekleidet ist.“[27]Wer ist die Himmlische Jungfrau und wo können wir sie finden? Es wurde schon bei anderen Gelegenheiten erwähnt, dass im Altertum die Menschen vor allem die vier Naturfeste begangen haben, die mit dem Atmen der Erde zusammenhängen. Egal welche Mysterien der verschiedenen alten Völker untersucht werden, alle hängen mehr oder weniger offen mit dem Geheimnis des Todes und dem Geheimnis der Geburt zusammen. Das Mysterium der Geburt hatte als Zentrum das, was viele profane Menschen „das heilige Feuer“ nennen. Wie bereits hingewiesen, ist in Wirklichkeit das heilige Feuer der Mensch selbst, der als übersinnliches Ich und übersinnlicher Geist dem Sinnlichen zugrunde liegt. In das Weihnachtsmysterium selbst sind die Mysterien Ägyptens und Indiens deutlich wahrnehmbar eingemündet.

Die andere Mysterienströmung, die sich mit dem Tod beschäftigte, hing mit dem Licht zusammen, das zu den Menschen vom sternenbehangenen Nachthimmel aus sprach. In seinem Wesen waren das astrologische Mysterien, allerdings besaßen die damaligen Sternenbeobachter im Unterschied zu den heutigen sog. Astrologen ein atavistisches Hellsehen, auf das sie sich stützten. Die Sternkonstellationen betrachteten sie wie eine Frage und die Antwort haben sie im menschlichen Tod gefunden. Später sind in das Pessachmysterium hauptsächlich die Mysterien aus Vorderasien und Chaldäa eingemündet. Im Altertum bestanden beide Strömungen voneinander getrennt. Erst in der Zeitenwende haben sie sich vereinigt, so dass wir sie heute wie zwei Seiten des gleichen Wesens betrachten können. Da bald Weihnachten ist, wäre es richtig, unsere Aufmerksamkeit auf dieses Fest zu richten, denn jedes christliche Fest ist der jährliche Schlüsselpunkt, in dem wir uns mit dem Geist des Universums verbinden können.

Die Dinge sind stark verändert, deshalb ist es vom heutigen Standpunkt aus schwierig zu beschreiben, wie sich früher die Menschen ab September bis Oktober auf das Fest vorbereitet haben, das wir heute „die Geburt Christi“[28] nennen. Im Allgemeinen bestand das im Rätseln, Antworten auf verschleierte Fragen usw. Den Schülern wurde in den Mysterien etwa ein Zaubersatz gegeben, den sie enträtseln sollten, indem sie ihn auf die Natur bezogen. Auf dem äußeren Plan wurde die Landwirtschaftsarbeit im Oktober beendet und die Menschen hatten das starke Bedürfnis, etwas zu kneten. Sie fanden besondere Genugtuung in allem Plastischen, so wie sie zur Johannizeit mit Tanz und Gesang ihre Fragen an den Himmel richteten. Zur Weihnachtszeit lernte der Mensch die Erde in ihren gestaltenden, bildhaften Kräften erforschen. Das Gefrieren des Wassers und die Entstehung verschiedener Formen weckten in ihm Gefühle, die wir heute nicht mehr kennen. Aus dieser Zeit ist der Brauch geblieben, Blei im Wasser vor der Ikone der Jesu Geburt zu gießen und aus den Formen wahrzusagen. Der Mensch sprang ins Wasser hinein und führte bestimmte Bewegungen mit den Beinen und nachdem er aus dem Wasser herausgekommen war, beobachtete er, wie das Wasser erstarrend ihm mit seinen Formen antwortete. Auf diese Weise sah man in der Außenwelt seine Gestalt als Mensch und erweiterte sein Ich-Bewusstsein. Das Wasser und die Erde enthalten etwas „Pflanzliches“, so Steiner, was mit dem Ätherischen zusammenhängt, das die Form unseres physischen Leibes gestaltet.

Aber solche Beobachtungen waren nur in der Weihnachtszeit möglich, denn in der übrigen Zeit hat der Mensch nur das Tierische, Rassenmäßige empfunden, was in Luft und Feuer enthalten war. Ein aufschlussreicher atavistischer Rest, der in der heutigen Zeit reine Barbarei darstellt, hat sich im bulgarischen Dorf Brodilovo aufbewahrt: Über den Fluss wird in der Luft ein Hund aufgehängt, der sich entsetzt in allen möglichen Formen krümmt, die das Wesen seiner tierischen Gruppenseele zum Ausdruck bringen. Am Ufer stehen angetrunkene „Helden“, die keine Iche sind, und lachen idiotisch, ohne den Sinn ihrer Handlung zu begreifen.

Mit jener Zeit hängt auch das heutige Werfen des Kreuzes in das Wasser eines Flusses an Epiphanie[29]. Das Kreuz symbolisiert Christus, mit dem das wahre Menschen-Ich kam und das Springen in das Wasser, um das Kreuz herauszufischen, drückt das Streben des Menschen aus, sich als ein Ich-bin zu finden.

In den alten Mysterien in der Zeit von Weihnachten bis Johanni bemühten sich die Schüler der Eingeweihten, der Seele der Erde zu den Sternenweiten zu folgen, um dort zu lesen, welche geistigen Tatsachen mit der Erde dort eingeschrieben sind. Diese Weisheit sollte sie später in der physischen Welt führen. Ein Nachhall jenes Strebens zu den Sternen ist die Bestimmung des Ostertages am ersten Sonntag nach dem Frühlingsäquinoktium, also nach dem Maß, das man bei den Sternen „genommen hat“. Und während der Ostertag sich nach dem Himmel richtet und immer an einem anderen Tag ist, so ist an Weihnachten die Seele der Erde vollständig mit ihrem Planeten vereint. Deshalb findet dieses Fest immer nach dem irdischen Maß an einem festen Tag statt. Jesus wurde von den Erdenkräften geboren, die das ganze Gemüt der Erde tragen. Weihnachten ist ein Fest, das eng mit der Natur zusammenhängt. Nicht zufällig wurde auch Mithra in einer Höhle geboren. Doch im geistigen Sinne ist das Fest der Gottesgeburt ein Fest der Sonne. Die Menschen der Vorzeit wussten, dass zu dieser Zeit die Erdenaura von Gedanken an ihr Sommererlebnis in den Sternenwelten durchdrungen ist und die Sonne, die nun nicht mehr die Kraft der Sommerzeit hatte, intim mit der Erde sprechen konnte. In diese Atmosphäre, also in das Erdinnere, soll der Christus-Impuls durch die Geburt des Christkindes in der Krippe eindringen. Das ist eine Sonnengeburt, da Christus sich auf dem Weg von der Sonne zu seiner Inkarnation in Jesus befand. Deshalb ist die Farbe der Geburt Gottes weiß, hell, sogar hellviolett. Die weiße Farbe symbolisiert das Erscheinen der Sonne, sie ist nicht die Farbe der kindlichen Unschuld, wie die Katholiken fälschlicherweise behaupten.

Die Menschen des Alten Testamentes wollten zu ihrem Ursprung zurückkehren, als sie sagten, dass sie ihren Urvätern begegnen wollten. Dieser Anfang war in Lemurien, als wir als die göttlichen Söhne des Geistes durch unsere unsterbliche Seele – damals im Zeichen der Sonne – in den physischen Leib und in die Dunkelheit der Begierden und Leidenschaften herunterstiegen. Davor hatte die Seele ohne Bewusstsein und in Dunkelheit an den Leibern gearbeitet und das Aufleuchten des Bewusstseins wurde symbolhaft als der Sieg der Sonne bezeichnet. Dieser große Augenblick der alten Zeit wurde als Weihnachten gefeiert, als den kommenden Sieg der Sonne über die irdische Dunkelheit, die ab dann weniger wurde. Das war ein Fest der Zuversicht, Hoffnung und des Glaubens.

Zum ursprünglichen Menschenwesen wollte auch der Christ blicken, als er begann, die Geburt Jesu zu feiern. Von diesem Instinkt ausgehend, wurde das Weihnachtsfest mit der Herkunft des Menschen auf der Erde in Beziehung gebracht und der 24. Dezember wird als der Tag von Adam und Eva gefeiert. Zum Schluss wurde aus einem tiefen Instinkt heraus die Verbindung des Symbols des Paradiesbaumes mit dem Weihnachtsbaum hergestellt. Die Legende besagt, dass auch das Golgatha-Kreuz aus dem Paradiesbaum gemacht wurde. Nun ist im Kalender als eine Erinnerung an die innere Beziehung zwischen dem Anfang der irdischen Schöpfung mit dem Weihnachtsfest der Tag von Adam und Eva geblieben, der bei uns Бъдни вечер  heißt. Die Geburt Gottes wurde zu Beginn der christlichen Zeiten in den verschiedenen christlichen Sekten an verschiedenen Tagen gefeiert. Es gab 135 solche Tage und erst Anfang des fünften Jahrhunderts wurde das Datum 25. Dezember festgelegt. Die erste Erwähnung eines Weihnachtsbaums stammt aus dem Jahr 1642 (in Straßburg), doch hat der Weihnachtsbaum erst Anfang des 19. Jahrhunderts weite Verbreitung gefunden. Der Weihnachtsbaum symbolisiert die Verbindung zwischen dem Weihnachtsfest und der Natur. Die angezündeten Kerzen symbolisieren das Erwachen des Geistes in der Dunkelheit des Winters und das Fest selbst erinnert uns daran, dass wir in uns die ätherische Elementarnatur tragen – einen Ätherleib -, der uns mit der Elementarwelt der Natur verbindet. Die „Wichtel des Weihnachtsmannes“ sind genau die Geister der Erde – die Gnome – und der Weihnachtsmann selbst kommt aus der römischen Zeit und ist ein Sonnengott. In der orthodoxen Kirche wurde er auch mit dem Heiligen Nikolaus Wundertäter in Beziehung gebracht. Doch heutzutage scheint er lediglich die Werbung von Coca-Cola zu sein – einem toten Getränk, dessen Markenzeichen das teuerste der Welt ist. Ahriman triumphiert! Er will genau an Weihnachten triumphieren, d.h. er will die Geburt Jesu in jedem von uns verhindern. Jedes Jahr wird die Erde während ihres Ausatmens im Sommer ahrimanisiert und es wäre ein wahres Unglück, wenn die Geburt des Christus-Impulses in dieser ahrimanisierten Erde stattfinden würde. Deshalb reinigt sie Michael im Herbst mit seinen Kräften. Nach der rechtmäßigen Geburt des Christus-Impulses im Dezember beginnt er sich in den Kosmos zu ergießen. Dabei nimmt er Michael mit, der vom Kosmos die Kräfte erhält, die er im Kampf gegen das Ahrimanisch-Irdische verbraucht hat. Diese Verbindung Michaels mit dem Kosmischen ist in der Johannizeit besonders stark.

Wir müssen uns immer daran erinnern, was vor 2000 Jahren geschehen ist und zu bewussten Vermittlern des Christus-Impulses werden. Die Grundlage aller feierlichen Gedanken, selbst derjenigen, die noch entstehen werden, ist der monumentale Satz „Das wird zu meinem Gedenken gemacht“. Damit die lebendige Wirkung des Christus-Impulses fortgesetzt werden kann, müssen die Feste beibehalten werden. Sofern sich der Mensch verändert, sollten sie auch eine Metamorphose erfahren. Die alten Mysterien hatten in einem gewissen Sinne einen aristokratischen Charakter und alles, was später als „adlig“ entstanden ist, stammt von ihnen, da dort der Priester der Mysterien stand und die Opfergabe für die anderen vollzog. Das Begehen des Weihnachtsmysteriums hat einen demokratischen Charakter in dem Sinne, dass der heutige Mensch innerlich seine Gedanken beherrscht. Dieses Mysterium wird im richtigen Licht gesehen werden, nicht wenn einer das Opfer für die anderen macht, sondern wenn einer die Gemeinschaft mit den anderen erlebt – also wenn eine Gleichheit der Menschen im Bezug auf das Sonnenwesen entsteht, das auf die Erde herabgestiegen ist.

Was sagt uns das Mysterium des Christkindes? Dass alle Babys in ihrem Wesen aus der Idee der Gleichheit der Menschen herauskommen, da sie aus dem Geist stammen. Aber nach dem Eintauchen des Seelisch-Geistigen in den physischen Leib verlieren wir allmählich die Beziehung zum Geist. Daher kommt die ganze heutige Ungleichheit der Menschen auf der Erde. Nur durch dieses Eintauchen können wir aber bestimmte Fähigkeiten erlangen. In dieser Situation ist die weihnachtliche Besinnung, das Verständnis, dass wir aus dem Geist kommen, eine mächtige Stütze der Welt, die uns zum Vertiefen in die Worte aufruft,  „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen“ (Matth.18:3). Dadurch kann in uns auch die neue Auffassung über Christus entstehen: aus einem Erinnerungsfest soll Weihnachten zu einem modernen Fest werden, das der Mensch in der unmittelbaren Gegenwart als Geburt erlebt.

Wir brauchen Weihnachten aus vielen Gründen, aber hier werden wir auf einen davon  eingehen. Hätte sich das Mysterium von Golgatha nicht ereignet, hätte die Gefahr bestanden, dass der Mensch bereits im Zeitalter der Bewusstseinsseele vom Geist völlig abgetrennt gewesen wäre. Dann wäre im Zeitalter der Bewusstseinsseele die endgültige Verfinsterung für die Welt des Geistes eingetreten, wenn die Seele nicht dermaßen gefestigt wäre, dass sie ihre göttlich-geistige Herkunft begreift. Heute können das viele tun und indem sie ihre Seele mit dem starken Bild von Golgatha durchströmen, nehmen sie wahr, dass nur der Weltenlogos in der Lage ist, sie zurück zum Geist zu bringen. „Niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Joh.14:6). Die Menschenwelt sollten die Menschen so erkennen, dass sie in Christus den uranfänglichen und ewigen Logos entdecken, der in unserem göttlich-geistigen Wesen wirkt, damit Er es uns aufschließt und wir in Kontakt mit diesem Wesen kommen. Mit Liebe sein menschliches Herz zu dieser erhabenen kosmischen Beziehung richten – das ist der wahre Inhalt dieser feierlichen Erinnerung, die jedes Jahr im Menschen, der auf die Weltenweihnacht seinen Blick richtet, aufgeht.

Den Anfang unseres Weges zu Christus setzen wir, wenn wir mit Liebe das Weihnachtsfest verstehen, da die Festigung unserer Bewusstseinsseele mit dem Vorhandensein von Intelligenz in ihr zusammenhängt. Die Intelligenz macht die Bewusstseinsseele kühl, kalt und man kann in der Kälte der Bewusstseinsseele sterben. Wenn man aber in dieses kühlste Element seiner Seele die wahre, warme Liebe hereinlässt, die aus der irdischen und gleichzeitig geistigen Tatsache der Geburt des Jesuskindes herströmt, wird diese Liebe die Seele mit Feuer durchziehen und beleben. So hat man auch in der Vergangenheit verfahren, wobei das Lukas-Evangelium diese Wärme besonders stark ausgestrahlt hat. Der heutige Mensch kann diese Wärme viel schwieriger spüren, da er von allen Seiten durch sog. „Demokratie“ angegriffen wird. Das Wesen der Bewusstseinsseele ist allerdings nicht kalt. Sie sieht nur am Anfang ihrer Aufdeckung kalt aus, da die anderen nur ihren strahlenden Inhalt sehen, jedoch nicht die Weltenwärme, aus der sie eigentlich herkommt. So viele Leute waren erschrocken, als ich begann, diese Vorlesungen zu halten – sowohl der Inhalt als auch die Art des Vortragens wirkten aufschreckend. Insbesondere die Art und Weise, die Tatsachen darzustellen, machte vielen Angst, aber den Reichtum einer Bewusstseinsseele kann nur eine andere Bewusstseinsseele wahrhaftig erkennen. Eine Verstandesseele würde beim Anhören der Vorlesungen versuchen, sich etwas Höheres nach den alten Kriterien zu erklären, was unmöglich ist.

Welcher ist der geeignetste Weihnachtsgedanke? Welcher Gedanke wird in 33 Jahren die besten Früchte tragen? Das ist jener Gedanke, der ehrlich und offen nach dem neuen Verständnis der Welt sucht, so dass man nicht beim alten bereits Erlebten verweilt. Heutzutage kann man seine Aufgabe nur dann erfüllen, wenn man neben dem Zentrum seines wahren Wesens den Willen entwickelt, ehrlich und aufrichtig zu sein, nicht nur an das Alte zu denken, sondern das Neue, das aus seinen Tiefen hervorgezogen ist, zum Inhalt seiner Weltanschauung zu machen und es in Handlung zu verwandeln.

Wie viel Neues wurde in den letzten Jahren ausgesprochen? Wie viel mehr würde es sein, wenn mehr Menschen ehrlich und offen tief in die eigene Seele und das eigene Ich eindringen würden?! Das Weihnachtsfest ist eine wunderbare Gelegenheit, mit etwas Neuem zu beginnen und wir können die Inspiration dafür aus der bewegenden und reinen Weihnachtsimagination schöpfen. Lassen Sie uns den Grund dieser Imagination erspüren!

Für das Weltall ist die ganze Wassermasse der Erde wie ein Tropfen Quecksilber. In diesem Tropfen befinden sich die Metallsubstanzen und alles Irdische als Mineralschichten. Sie bilden die harte Erdmasse und besitzen die Tendenz, eine spezifische kristalline Form anzunehmen. Wir können feststellen, dass Erde, Wasser und Luft zwar differenzierte kristalline Formen bilden, aber im Inneren der Erde streben, als Ganzes eine runde Form zu bilden. Die Luft, die die Erde als Atmosphäre umgibt, hat auch die Tendenz, ständig vom vierten Element, der Wärme, durchzogen zu werden, die sich mit der Luft verbindet. Diese von oben herunterströmende Wärme trägt gewissermaßen den vom Weltall gelieferten Schwefelprozess (Sulfurprozess). Der Sulfurprozess verbindet sich mit dem Quecksilberprozess in der Verbindung Wasser-Luft, also haben wir Luft – Wärme: Sulfurprozess, Wasser-Luft: Quecksilberprozess. Wenn wir also zum Weltall schauen, sehen wir einen Sulfatierungsprozess und wenn wir die Tendenz der Erde zur Bildung des kosmischen Tropfens betrachten, sehen wir den Quecksilberprozess. Doch auf die Erdoberfläche hinunterschauend, aus der jeden Frühling keimendes Leben hervorsprießt, schauen wir auf den für dieses Leben wichtigsten Prozess – den Salzprozess, der im Erdboden entsteht. Wenn wir die Pflanzen als Nahrung benutzen, kochen wir sie. Das Wachsen von Blättern, die Bildung von Samen sind natürliche Kochprozesse, die dem Sulfurprozess entgegenwirken. In diesen Prozessen verbrennen die Pflanzen. Natürlich sieht es in der organischen Welt anders aus als in der anorganischen, aber bei jedem Verbrennungsprozess entsteht Asche, die gegen Oktober die Erde durchsickert. Das, was an Weihnachten den Höhepunkt erreicht, wird in der Michaelizeit vorbereitet. Dort, wo Salz vorhanden ist, gibt es für das Geistige in einem gewissen Sinne ein Leerraum, in den es hineindringen kann. Dadurch, dass im tiefen Winter die Erde stärker wird, was ihre Salzbildung betrifft, erhalten die mit ihr verbundenen Elementarwesen im Inneren der Erde einen angenehmen Ort zum Leben. Aber eine andere Geistigkeit wird auch von der Salzrinde angezogen, die unmittelbar unter der Erdoberfläche liegt. In dieser Rinde wirken die Reste der Mondkräfte, die aus der Zeit der Trennung des Mondes von der Erde in Lemurien übrig geblieben sind. Da das Wasser, also das kosmische Quecksilber, die innere Tendenz zur Bildung einer Sphärenform hat, ist die Erde im Tiefwinter fähig, nicht nur in Salz verhärtet zu werden und dieses verhärtete Salz mit Geistern zu durchziehen, sondern auch die von Geistern durchzogene Materie zu beleben. Im geistigen Prinzip und im Salzprinzip wird durch das Quecksilberprinzip überall die Tendenz zur Entstehung von Leben bewirkt. Im Winter erfährt diese Tendenz unter der Erdoberfläche eine kolossale Erhöhung. Aber in diesem Prozess wirkt das Mondische und es hätte die Oberhand bekommen, wenn die Asche das Mondische nicht gezwungen hätte, das Leben in eine irdische Form zu entfalten. Mit der Wirkung von Sonne und Luft wird das, was als irdisch wirken möchte, in Kosmisches umgewandelt, denn die Sonne zeigt ihre Kraft in allem, was emporwächst. Wenn wir geistig schauen, werden wir sehen, dass sich über die Erde ständig etwas erhebt. Hier unten will alles zu einer Sphäre werden und oben besteht die Tendenz, dass sich die Sphäre in eine Ebene entfaltet.

Was haben wir Menschen davon, dass da oben die Luft ist, die uns die Sonne herunterschickt? Durch die Luft atmen wir die Sonne ein und ihre Wirkung dringt nach oben und nach unten. Mit unserem Kopf trennen wir uns ständig von der irdischen Handlung und dadurch erhielt der Kopf zuerst die Möglichkeit, am Geschehen im ganzen Kosmos teilzunehmen. Wenn nur das Irdische, also die Winterzeit, auf den Kopf seinen Einfluss ausgeübt hätte, wäre das ganze Leben des Denkens ein anderes gewesen. Dann hätte der Mensch das Gefühl gehabt, dass seine Gedanken rund werden wollen, doch sie sind nicht rund, sondern besitzen eine gewisse Flüchtigkeit, Geschmeidigkeit, Veränderlichkeit, was wiederum an der Wirkung der Sonne liegt.

Wenn die Sonne uns zum Schluss die Wirkung des Kosmos abgibt, dann üben die Sterne auf unseren Kopf und dadurch auch auf den ganzen Aufbau des Menschen einen tiefen Einfluss aus. Der Mensch emanzipiert sich allmählich von diesen Einflüssen. Wenn wir aber über ihre immer noch andauernde Wirkung reden sollen, so können wir sagen: Ursprünglich üben diese Kräfte, die salzbildend wirken in allem, was mit der Entstehung des neuen Menschen auf der Erde zusammenhängt, einen besonderen Einfluss auf den Frauenkörper aus, wenn er sich auf die Schaffung des neuen Menschen vorbereitet. Mit dem nahenden Weihnachtsfest wird die Frau der Erde ähnlich zu einem Mond, aber das, was in ihr als ein neuer Mensch entsteht, befindet sich unter dem gänzlichen Einfluss der Sonnenwirkung. Dadurch, dass die Frau so stark in sich die Wirkung des Mondes, des Salzes aufnimmt, wird sie fähig, die Sonnenwirkung in sich gesondert aufzunehmen. Im normalen Leben wird die Sonnenwirkung durch das Herz aufgenommen und wird dann in den ganzen Organismus weitergeleitet. Im Augenblick der Empfängnis konzentriert sich aber die Sonnenwirkung auf die Schaffung des neuen Menschen. Aus diesem Grund hielten die alten Germanen ein gerade geborenes Kind und ein Kind, das bereits irdische Nahrung probiert hatte, für zwei vollkommen unterschiedliche Wesen. Das gerade geborene Kind – das ist die Sonne – und das Kind, das irdische Nahrung gekostet hat, ist eine irdische Schöpfung. Nach dem alten okkulten Gesetz wurde das Kind, das noch nicht der Erde gehörte, vor die Füße des Vaters gelegt. Er hat entschieden, ob das Kind leben durfte oder nicht. Wenn das Kind einen einzigen Tropfen Milch zu sich genommen hatte, durfte es leben.

Um den Sinn des Weihnachtsfestes in einer richtiger Art vor unsere Seele zu stellen, wollen wir uns in das Menschenwesen hineinversetzen, da dieses Fest die Geburt des Jesuskindes zum Ausdruck bringt, das vorbestimmt war, Christus in sich aufzunehmen. Wir wollen unseren Blick zu Marias Gestalt richten und ein Bild malen. Unten ist das Mondisch-Irdische, das sich erhebt und unter die Erdoberfläche wie ein Bogen aufbläst. Aus dieser von Strahlen durchzogene Erde werden Marias Gliedmaßen in Bewegung versetzt. Wir wollen uns das, was aus dem Mondischen kommt, als Wolken, als eine von Sonnenstrahlen durchzogene Atmosphäre vorstellen, in der es viele hinunterstrebende Menschenköpfe gibt, von denen sich einer zu Marias Sohn verdichtet – zu dem auf ihrem Arm sitzenden Jesuskind. Der Atmungsprozess ist mit der Brust verbunden und durch die Luft hat Maria in sich die durch den Luftkreis scheinende Sonne eingeatmet. Ihr Kopf ist vollkommen himmlisch, da das Sternenhafte in ihrem Gesicht glänzt. Wenn wir die Tiefe des Winters erfassen können, so wie sie uns in der Beziehung des Kosmos mit dem Menschen darstellt, der die Kraft der Geburt in der Erde wahrnimmt, wird aus dem Weltall vor uns das Bild einer Frau hervortreten. Diese Frau ist mit den Erdenkräften beschenkt worden, die von unten mit den Mondenkräften kommen; In der Mitte sind die Sonnenkräfte und oben – die Kräfte der Sterne, die zum Kopf herunterströmen. Das Bild Raffaels „Die Sixtinische Madonna“ in der Gemäldegalerie von Dresden ist von dieser Imagination inspiriert worden. So wie im Herbst die Imagination Michaels mit dem Schwert aus Meteoriteneisen entsteht, ruft Weihnachten das Bild der Mutter Maria hervor, deren Kleidung aus den Kräften der Erde, aus der Erdenschwere entstanden ist. Der Umhang wölbt sich aber innerlich wie Quecksilber, um eine innere Geschlossenheit in der Brustgegend zu bilden, in die die Sonnenstrahlen eindringen. Auf ihren Armen steht in dieser inneren Geschlossenheit die Sonnenwirkung selbst – das unschuldige Jesuskind, das noch keine Nahrung zu sich genommen hat. Oben sehen wir das strahlende Bild Marias mit von innen durchleuchteten Kopf und Augen, wobei der Kopf den Eindruck liebender Ruhe erweckt. Das ist die kosmische Imagination von Weihnachten, mit der wir bis zur Osterzeit leben können. Sie wird uns auch den Weg zu den Meistern der Weißen Loge zeigen, die in der Nacht auf den 25. Dezember eine Art Sitzung haben. Dann wird die Sonnenkraft für das kommende Jahr zu jenen Menschen gelenkt, die der Weißen Loge vollkommen treu sein wollen und auf das Persönliche in sich verzichten. Derjenige, der Weihnachten in diesem Sinne feiert und um die Kraft der Meister bittet, wird sie am 25. Dezember erhalten und sie wird durch ihn wirken. Das ist die Christus-Kraft. Doch der Augenblick der Geburt Jesu ist auch unter einem anderen Aspekt wichtig. In der Mitte des langen Schlafes trifft das Ich sein Geistselbst, genauer gesagt seinen Genius (Engel), als Folge fühlt sich die Seele von dieser Begegnung mit der Geisteswelt zufrieden. Wer nah an der Natur lebt, wird oft solche Begegnungen erlebt haben, sie sind sogar jede Nacht möglich.

In der Zeit von Weihnachten bis Neujahr sind Mensch und Erde dem Geist ergeben und unser Astralleib begegnet dem Lebensgeist, durch den Christus-Jesus gefunden wird. Der Träger des Lebensgeistes ist ein Wesen aus der Erzengelhierarchie und die Zeit von Weihnachten bis Ostern ist besonders günstig, damit man seiner Begegnung mit Christus-Jesus, der sich durch ein Erzengelwesen zeigt, gewahr wird. Der Erzengel Raphael – der bulgarische Volksgeist, der auch für Ostern zuständig ist -, ist für diese Aufgabe am geeignetsten. Wir müssen allerdings bedenken, dass Weihnachten große Anforderungen an unsere Empfindungen stellt, die mehr innerlich werden sollten, während Ostern Anforderungen an unseren Verstand und Pfingsten – an unseren Willen stellen.

Doch der Mensch erlebt auch eine dritte Begegnung, mit der er sich einem Ereignis nähert, das sich erst in der weit liegenden Zukunft entfalten wird – dem Geistesmenschen. Diese Begegnung wird durch ein Wesen vermittelt, das dieses geistige Wesensglied entwickelt hat. Dieses Wesen ist der Urengel, der unsere Begegnung mit dem Prinzip des Vaters vermittelt. Obwohl diese Begegnung zwischen dem 28. und 42. Lebensjahr unbewusst zustande kommt, hat sie in den Tiefen der Seele eine enorme Bedeutung. Wenn wir eine ausreichend feine Empfindung für die Wirkung dieser Begegnung in unserem Leben entwickeln, so wird ihre Wirkung auf unser nächstes Leben eine erhebliche sein. Wenn wir etwa dem heranwachsenden Menschen beibringen, die Herzensgefühle mit der Schönheit und Erhabenheit der Welt in Verbindung zu bringen, so bereiten wir ihn auf die richtige Art vor, dem Prinzip des Vaters zu begegnen. Das ist von großer Bedeutung für die Zeit zwischen Tod und Neugeburt, wenn es uns Kraft und Unterstützung geben kann. Michael ist zwar der Jüngste unter den Archai, aber er hat die Kraft, uns diesbezüglich wie kein anderer zu helfen.

Wir wollen nun zum Weihnachtsfest zurückkehren. Das Bewusstsein der Pflanzen (die Geister der Pflanzen) und das Bewusstsein der Mineralien sind zwei Strömungen der Entwicklung, die während des Jahres getrennt verlaufen und nur in den 13 Weihnachtstagen sich vereinen. Dann können die Pflanzen an ihre Blätter, Blüten, Früchte denken, die die meisten von ihnen zu dieser Jahreszeit nicht haben. In der Restzeit können sie nicht solche Gedanken haben, obwohl sie ihre Blätter, Blüten usw. tragen.

In der gleichen Art ist vor 8000 Jahren das Bewusstsein unserer Seele verlaufen, d.h. es war mit dem Bewusstsein unseres Astralleibes verbunden. So wie die Pflanze dank ihrer Verbindung mit dem mineralischen Bewusstsein zum Himmel emporschaut, war vor 8000 Jahren unser eingeschränktes Menschenbewusstsein, das wir heute haben, so groß, dass der Mensch das grenzenlose Feld der Weisheit sehen und wahrnehmen konnte. Damals fand das große Welten-Neujahr auf unserer Erde statt, das in 4000 Jahren wieder eintreten wird. Für die Pflanzen wird es alle 12 Monate Neujahr, und der Mensch braucht 12000 Jahre, woraus auch der Unterschied im Bewusstsein ersichtlich ist. Wenn das Ich-Feuer der Liebe, das das ganze Werk Beinsa Dounos durchzieht, den erhabenen Inhalt der Anthroposophie in unserem Inneren in heilige Weihnachtsstimmung verwandelt, so können wir uns schon jetzt auf das Welten-Neujahr vorbereiten, das in 4000 Jahren kommen wird. Das Erleben des Weihnachtsmysteriums ist kein einmaliger Akt, sondern sollte mindestens bis zum 25. Januar dauern. Danach kommt die Zeit, die wir bis zum 25. Februar dem meditativen Empfinden dessen widmen sollten, was Jesus bei seiner Wanderung unter den Menschen geworden ist. Die Zeit vom 25. Februar bis zum 21. bis 25. März ist dem Fasten und der christlichen Selbsterkenntnis gewidmet, damit wir rein und geistig erleuchtet dem Osterfest entgegenkommen. Es ist überhaupt kein Zufall, dass die Getreidefastenzeit der „Weißen Bruderschaft“ Anfang Februar stattfindet – mitten im Winter, wenn die Seele der Erde mit dem planetarischen Körper verbunden ist. Das Getreidekorn ist in die Erde eingesät worden, damit es stirbt und zu neuem Leben aufersteht, wenn es üppig Früchte tragen wird. Im Februar ist auch unsere Seele, die durch das Getreidekorn symbolisiert wird, eng mit unserem Körper verbunden, um an Ostern zu neuem Leben aufzuerstehen. Die Getreidefastenzeit ist sehr geeignet, als Katalysator dieses Prozesses zu wirken. Die Ernährung ist grundsätzlich von außerordentlicher Bedeutung für den Schüler, weshalb Beinsa Douno sagte, dass wir noch nicht wissen, wie wir uns ernähren sollen und trotzdem große Werke des Geistes vollbringen möchten.

Für das Weihnachtsfest ist der Erzengel Gabriel verantwortlich, der auch mit der Ernährung und dem Stoffwechsel zusammenhängt. Aber wenn er mit Raphael zusammenwirkt, lenkt er seine Kräfte, die in anderen Fällen in der menschlichen Ernährung wirken, zum Atmen. Diese Kräfte werden nach einer Metamorphose in heilende Kräfte umgewandelt, da in unserem Atmungssystem gesundmachende Kräfte wirken. Wer die Ernährung richtig auffasst, versteht den Beginn der Heilung, sagte Steiner[30], deshalb beginnt das Getreidefasten in der Mitte der Zeit zwischen Gabriel (Weihnachten) und Raphael (Ostern). Das bereitet uns auf die Heilung durch Christus vor – den einzigen Heiler, der mit unserem Rhythmussystem, dem Gefühl und Herzen zusammenhängt.

Wenn aber die Atmungskräfte in den Kopf steigen, werden die Heilerkräfte zu geistigen Kräften für den Menschen, die in der Empfindung des Gefühls, also in Denken wirken. Was Raphael als Nahrung erhalten und in Heilung umgewandelt hat, gibt er Uriel, damit es zur Kraft des Denkens wird. Warum heilt das Heilmittel? Da es auf dem Weg zum Geist liegt. Wenn man weiß, wo es sich genau befindet, wird man auch seine Heilkraft kennen. Hippokrates wusste, das das Atmungssystem, das zwischen dem Kopf und dem Stoffwechselsystem liegt, zur materiellen Grundlage des menschlichen geistigen Lebens wird, wenn es sich erhebt. Aber das ist nicht alles, denn Michael empfängt von Uriel die Denkkräfte und die Kraft des kosmischen Eisens, aus dem sein Schwert geschmiedet ist, um sie in Willen zu verwandeln. Das macht er in einer Art, dass sie beim Menschen zur Kraft der Bewegung werden kann – durch Ernährung, Heilung, Denken, Bewegung. Dabei verschmilzt die ganze Zusammenwirkung, welche die vier Erzengel kontrollieren, zu einer Weltharmonie. Damit ein jeder diese Harmonie in sich hat, muss sein Ich so hochentwickelt sein, dass er „eine Seele mit einem unüberwindbaren Willen“ wird – das ist laut Beinsa Douno das erstrebenswerte Ideal[31]. Dann wird man zum echten Mitarbeiter Michaels und der Geist kann durch die Seele wirken: Das mit Uriel verbundene Denken ist klar und der Astralleib „durchsichtig“/rein, das mit Raphael verbundene Atmen heilt und durchgeistet den Ätherleib und verwandelt ihn zu einem Teil des ätherischen Shamballa. Die mit Gabriel verbundene Ernährung tötet den physischen Leib nicht, sondern macht ihn zum wahrhaften Gefäß des Geistes.
Ab unserer Zeit beginnt der Geist, die neue Gestalt des Menschen zu manifestieren, in dem die Gestalt des Engels durchschimmert und der Engelsgeruch „Nuxe“ vernommen wird[32]. Dagegen gelten für diejenigen, in denen nur Leidenschaften und Begierden toben, die Worte Beinsa Dounos „Das Schwein ist das Sinnbild der Begierde“.[33]

Ein Mitglied der „Weißen Bruderschaft“, der Arzt von Beruf ist, teilte eine aufschlussreiche Erfahrung aus seiner Praxis mit: Das Gesicht einer Patientin schwoll immer so stark nachts, dass ihr Aussehen am nächsten Morgen tatsächlich an ein Schwein erinnerte. Nach seiner Behandlung durch ein homöopathisches Mittel nahm die Schwellung ab, doch in der nächsten Nacht wiederholte sich dieser symptomatische Prozess. Dieser Fall bestätigt die prophetischen Worte Steiners und Beinsa Dounos, dass die Trennung der Menschen in Engel und Teufel heute im vollen Gange ist. Sie wird künftig noch deutlicher werden. Deshalb brauchen wir die Kräfte der vier Erzengel so dringend! Man spürt ihre Wirkung tatsächlich das ganze Jahr durch – die Kraft Raphaels im Atmen spürt man nicht nur im Frühling, sondern auch in den anderen Jahreszeiten, wenn von ihr etwas wie festere Ernährung übrigbleibt. Da wir aber nun vor dem Winter stehen, ist es für uns wichtiger, den Weihnachtserzengel Gabriel zu finden. Nun ist er ein kosmischer Geist, den wir oben suchen müssen, wo er in den dunklen Wolken, im weißen Schneegewand webt mit einer segnenden Geste und seinem weichen, liebevollem Blick. Unten steht Uriel an der Seite des Menschen mit seinem ernsten, warnenden und richtenden Blick.

In der Johannizeit tritt an den Menschen der weiche, liebevolle Blick Gabriels heran, der ihn innerlich durchdringt. Oben ist Uriel, dessen Kräfte die Naturkräfte aus dem Kosmos in den Wolken, im Donner und Blitz, im Regen und Pflanzenwachstum wirken. Im Winter befindet sich Uriel auf seinem Weg um die Erde und seine Wirkung strömt durch die Erde hindurch und bleibt in unserem Kopf haften. Dann werden die Kräfte, die normalerweise in der Natur sind, und die wir die ‚Kräfte des Urteils‘ nennen können, in unserem Kopf zu Kräften, die uns indirekt zu Bürgern des ganzen Kosmos machen. Der Kosmos wird in unserem Kopf zurückgespiegelt und weiht ihn, damit wir zu Herrschern der menschlichen Weisheit werden. So steckt in diesem Herunterstieg und Hinaufstieg Uriels die innere Kraft unseres Menschenkopfes.

Wenn wir die Weisheit erwähnen, erinnern wir uns an die Himmlische Sophia, die Weisheit Gottes, die als Gruppenwesen heute sieben Hierarchien von Wesen einschließt – von der Anthropos-Sophia bis zu den Geistern der Weisheit. Sie sind den Schülern der alten Mysterien immer in geistiger Form erschienen. Keiner der zur Sophia gehörenden Geister hat sich jemals vollständig in einen konkreten Erdenmenschen inkarniert, selbst in den größten Eingeweihten nicht. Durch diesen Geist hätten alle sieben Sophiawesen gleichzeitig gewirkt, und der Mensch wäre sofort gestorben. Trotzdem gibt es einen Fall in der Menschengeschichte, als in der Zeitenwende die Seele der salomonischen Maria von den Kräften der Himmlischen Sophia durchströmt wurde. Das ist keine physische Inkarnation der Himmlischen Sophia, sondern nur eine Durchdringung, bei der sich die 46jährige Frau, die mehrere Kinder geboren hatte, dermaßen verwandelt hat, dass die Folgen den Astral- und Ätherleib und sogar den physischen Leib erreichten. Das hat sie zu einer „Jungfrau“ gemacht. Die Durchdringung geschah durch die nathanische Maria, die in dieser Zeit (der Jordantaufe) in der geistigen Welt war und in sich die Kräfte der Himmlischen Sophia konzentrierte. Ihre Seele trat in die salomonische Maria ein und machte sie zu einer Jungfrau. Dabei erhielt Jesus wieder die verlorene Seele der Mutter, die im Lukas-Evangelium ‚die Gebenedeite (Gesegnete)‘ heißt. Auf diese Weise haben wir in der „Jungfrau Maria“ das große Urbild der ganzen Fülle der Kräfte der Himmlischen Sophia, d.h. die einzige Verkörperung der Sophia selbst. Die Himmlische Sophia entwickelt sich wie alle anderen Wesen – individuelle („männliche Wesen“) oder Gruppenwesen („weibliche Wesen“) auch weiter. Während sie in den alten Zeiten unter dem schwarzen Schleier verborgen war (die schwarze Isis-Sophia) und in der Zeitenwende die Farbe der „Jungfrau Maria“, durch die sie so machtvoll wirkte (weiß war die Farbe der Sonne), trägt sie heute ein ziegelrotes Gewand. Das ist eine Riesenwandlung, die begriffen werden muss. Zu diesem Ziel wollen wir eine relativ unbekannte Geschichte erzählen.

Im Jahr 1941, als Russland vor der deutschen Armee fast kapituliert und Stalin laut seinen Zeitgenossen in eine Depression verfallen war und der Fall Moskaus kurz bevorstand, wurde in Antiochia – einem der ältesten Zentren des Christentums – ein ungewöhnlicher Versuch unternommen, das orthodoxe Russland zu schützen. Der Patriarch von Antiochia Alexander III. wandte sich mit der Botschaft an alle Christen der Welt, für Russland zu beten. An diesem gemeinsamen Gebet beteiligte sich auch der orthodoxe Metropolit Ilija von Libanon. Er zog sich in einem abgesonderten Raum zurück und betete drei Tage lang vor der Ikone der Heiligen Gottesmutter, ohne etwas zu essen oder zu trinken. Am dritten Tag erhielt er eine Offenbarung. In einem Feuerpfeiler erschien ihm die Jungfrau Sophia selbst und teilte ihm mit, dass er erwählt worden sei, den göttlichen Entschluss über Russland und das russische Volk zu übergeben. Sollte das Geforderte nicht erfüllt werden, würde Russland zugrunde gehen. Es wurde gefordert, dass alle Kirchen und Klöster, die geistigen Akademien und Priesterseminarien in ganz Russland unverzüglich wieder eröffnet werden sollten. Die Priester sollten von der Front zurückkehren und die Gefangenen unter ihnen aus den Gefängnissen freigelassen werden, damit sie den Gottesdienst abhalten. Die Übergabe Leningrads (Sankt Petersburgs) durfte auf keinen Fall stattfinden. Die wundertätige Ikone der Gottesmutter von Kasan sollte herausgeholt werden und um die Stadt in einer Prozession herumgetragen werden. Nur dann hätte kein einziger Feind den heiligen Boden betreten. Vor der Ikone von Kasan sollte ein Bittgebet auch in Moskau veranstaltet werden. Danach sollte die Ikone nach Stalingrad kommen, diese Stadt durfte ebenfalls nicht dem Feind übergeben werden. Die Ikone von Kasan sollte mit den russischen Truppen bis zur Wiederherstellung der Staatsgrenzen mitziehen. Nach dem Krieg sollte der Metropolit Ilija nach Russland fahren und erzählen, wie das Land gerettet wurde.

Der Metropolit schickte Stalin ein Telegramm mit der ganzen Offenbarung. Im Winter 1941 rief Stalin den hohen Klerus zu sich in den Kreml. Er ordnete an, das Notwendige zu machen und erteilte ihm die Vollmacht. Es begann die genaue Ausführung der Vorsehung Gottes. Im Frühling 1941 wurde in Moskau zum ersten Mal seit Jahrzehnten Ostern mit der offiziellen Erlaubnis der Staatsmacht gefeiert. Die Zeitschrift des Patriarchats von Moskau erschien wieder, das Theologische Institut wurde wieder eröffnet, Kurse an der Geistigen Akademie von Moskau wurden organisiert usw. Bis zum Ende des Krieges wurden etwa 20000 Kirchen und Klöster wieder für den Gottesdienst aufgemacht und Millionen von Russen erhielten erneut die Möglichkeit, in die Kirche zu gehen.

In den ersten Monaten der Blockade Leningrads wurde die Ikone von Kasan herausgeholt und eine feierliche Prozession veranstaltet, wie die Offenbarung verlangte. Die Stadt wurde gerettet. Doch das wundersamste Ereignis geschah bei Kaliningrad (Königsberg) und der Oberpriester Schwetz teilte später Dutzende von Offiziersberichten über das Wunder der Ikone von Kasan mit. Im Folgenden wird ein Bericht wiedergegeben:

„Unsere Truppen waren völlig abgeschwächt und die Deutschen waren frisch. Wir hatten immense Verluste und rechneten mit unserer Niederlage. Auf einmal sahen wir den Frontkommandanten kommen, der von vielen Offizieren und auch von Priestern mit einer Ikone begleitet war. Wir begannen damit zu scherzen, dass die Popen uns zu Hilfe gekommen waren. Der Kommandant verbot jeden Scherz und ließ uns antreten. Die Priester führten einen Bittgottesdienst aus und gingen mit der Ikone den Soldaten voran. Wir waren entsetzt, dass sie alle getötet werden würden. Von der deutschen Seite glich das Schießen einem Dauerregen. Aber sie gingen seelenruhig auf das Feuer zu. Auf einmal hörten die Schüsse der Deutschen wie auf Befehl auf. Tausende von Deutschen wurden gefangen genommen und ihre Truppen wurden zerschlagen. Danach erzählten alle gefangenen Deutschen die gleiche Geschichte. Genau vor dem russischen Sturm soll im Himmel die Madonna erschienen sein. Sie wurde von allen Deutschen gesehen und in diesem Augenblick versagten die Waffen aller Soldaten wie auf Kommando. Dann haben unsere Truppen angegriffen und sie zerschlagen. Während dieser Erscheinung im Himmel fielen die Deutschen auf die Knie und viele erkannten, wer den Russen geholfen hat.“

Das war das Wunder der Ikone von Kasan, das Tausende von deutschen und russischen Soldaten und Offiziere erlebt haben. Nach dem Krieg fuhr der Metropolit Ilija tatsächlich nach Moskau und berichtete den Kirchenvorstehern über alles, doch später haben die russischen Kommunistenführer, die vom Sieg im Krieg beruhigt waren, den Fall verheimlicht und dem Atheismus den Weg freigemacht.

Auf diese Weise rettete die Weiße Loge in der Gestalt der Jungfrau Sophia Russland vor der Schwarzen Loge, die auf der Seite Deutschlands kämpfte. Auf dem äußeren Plan waren beide Völker in Sorats Macht geraten, aber mystisch gesehen sah es anders aus. Die geistige Welt hatte die Jungfrau Sophia bevollmächtigt, in diesem schrecklichsten Kriege der Menschengeschichte zu kämpfen.

Warum kämpfte gerade sie? Hier kommen wir auf die anfangs zitierten Worte Beinsa Dounos: „Die mit der Liebe vereinigte Schönheit ist die Himmlische Jungfrau, die das Gewand der Liebe und Weisheit trägt“. Einzig über die Wahrheit – den Gipfel der Liebe, lässt sich sagen, dass sie vollkommen schön ist. Erhaben und entfernt sind die Ziele der Wahrheit, deshalb spricht sie nur mit den Sonnen“[34], sagte der Meister. Doch heute steigt die Wahrheit durch die Himmlische Sophia, die Beinsa Douno „die Himmlische Jungfrau“ nennt, auch in unsere sündhafte Welt herunter. Die Wahrheit kann zu uns herunterkommen, nur wenn die Liebe und Weisheit sich vereinigen und sie dieses „Gewand“ anzieht.

Die Himmlische Sophia, die aus sieben Arten von Wesen besteht, ist wie ein Feuerpfeiler, der den Menschen mit der Sonne verbindet, damit die dreifache geistige Sonne als die Quelle von Licht, Leben und Liebe in den Menschen eingeht und aus dem Inneren seiner Seele erstrahlen kann. Bei seiner Herabkunft benutzte Christus auch dieses dreifache Sophiengewand für sein Ich. Mit den ersten Bluttropfen, die auf Golgatha herunterfielen, gab Er den ersten Impuls zur Verwandlung der Erde in eine Sonne. Wenn der Mensch wieder zum Träger der „inneren Sonne“ wird, also in ca. 6000 Jahren, wird die Erde sich wieder mit dem Mond verbinden. Nach der Überwindung der dämonischen Kräfte in ihrem Inneren wird sich die Erde später wieder mit der Sonne verbinden. Das wird in der Apokalypse des Johannes in der Gestalt der Frau versinnbildlicht, die in Sonne gekleidet ist – das ist die Erde, die bis zur physischen Substanz zur Offenbarung Christi geworden ist. Danach wird das „geistige Kind“ geboren werden – das Prinzip des Geistselbstes. Diese ferne Zukunft wird heute vorbereitet! Nur wer zum Feuer des eigenen Ich gelangt, kann allmählich zum Träger der „inneren Sonne“ werden. „Dann wird der Mensch auch allein leben können, d.h. mit der Liebe. Gott ist Liebe und wo Liebe ist, da ist alles“[35], versicherte uns der Meister. Ein solcher Mensch kennt und macht Gutes. „Die heutigen Menschen tun zwar Gutes, aber ohne Erfolg. Weil sie es ohne Liebe tun. Ein Geben ohne Liebe, Weisheit und Wahrheit hat keinen Sinn. Was ist das Gute? – Eine Tat, mit der du beim Mitmenschen das Erhabene, das Göttliche weckst“, Das kann derjenige, bei dem „Verstand, Herz, Seele und Geist im Einklang sind“[36]. Das ist der Weg des Schülers, der heute zur Wahrheit strebt, das ist der Weg der Vollkommenheit, der Weg der großen Seelen. „Christus hat die stärkste Waffe geliefert, mit der man seinen Feind zur Kapitulation zwingen kann. Christus sagte: „Liebet eure Feinde“ (Matth. 5:44). Die Liebe zum Feind – das ist der Weg der erhabenen Menschen“.[37]

Das Urbild dieser höchsten Liebe, die ‚Wahrheit’ heißt, finden wir am Kreuz in den Worten „Vater, vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun“ (Lukas 23:34) und „Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist“ (mein Ich) (ebd. 23:46). Beinsa Douno sagte unmissverständlich, dass jemand, der „nicht bereit ist, das eigene Leben für Christus zu opfern, um Sein Leben aufzunehmen, Ihn nicht versteht und nicht kennt“[38]. Hier geht es um die Opferung des eigenen Ich, das wir zuerst finden müssen. Erst dann werden wir die Mission dieses Lebens finden. Wenn wir sie erfüllen, opfern wir nach und nach unser Ich im Christus-Ich und fügen uns Seinem Willen. Die heilige Gottesmutter – die Jungfrau Sophia – ist die Vermittlerin zwischen unserem Ego und unserem Ich. Sie ist unsere Hauptfürsprecherin vor Gott, sie ist unsere Helferin! Die Wahrheit steigt durch die Himmlische Jungfrau zur Jungfrau Sophia und sie kann sie Menschen geben, die Gutes, also reine Ich-Akte, vollbringen. Sie wendet sich an das Ich im Menschen.
Der Metropolit Ilija sah nach einer dreitägigen Zeit von Fasten und Beten, einer Zeit der Selbstentsagung die Gottesmutter in einem Feuerpfeiler und hat ihre Botschaft empfangen. Die deutschen Soldaten haben sie auch gesehen, aber als ein Wunder im Himmel und nicht weil ihre Iche fortgeschritten waren. Sie kapitulierten vor der Wahrheit, die sie zermürbte. Die Wahrheit zermürbt den Unvorbereiteten, und diejenigen die auf ihren Hauch vorbereitet sind, erfüllt sie mit einer Riesenbegeisterung.

Vor einigen Jahren kam die Jungfrau Sophia aus dem in der Liebe brennenden Christus-Ich heraustretend auf einen Mann zu. Ohne ein Wort zu sagen, sendete sie ihre Botschaft an seine Ich-Mission in diesem Leben. Sie trug ein ziegelrotes Gewand, das Gewand des Blutes, in dem das Ich pulsiert. Ihr Gesicht strahlte Schönheit, Reinheit und Harmonie aus, aber ohne jegliche Erotik, die mit dem Frauenprinzip zusammenhängt. Nicht zufällig sagte der Meister: „Der Schüler erkennt die Geister wieder. Die bösen Geister nähern sich ihm als ein Mann oder als eine Frau und die hellen Geister – als Seelen.“[39] Das Gesicht der Jungfrau Sophia drückte ihre Seele aus, in der Liebe und Weisheit vereinigt sind, damit die Wahrheit zur Geltung kommt.

Der Meister sagte: “ Der Weg, die Wahrheit und die Liebe – das sind die drei Grundtöne der idealen Harmonie, welche im Weltall existiert. Darauf gründet sich das vernünftige Leben“[40]. Es gibt nur Einen, der uns gezeigt hat, dass Er der Träger dieser Grundtöne ist. Der Weg zu Ihm geht durch das Feuer: „Der Schüler muss durch ein Feuer gehen, um geläutert zu werden“[41], war sich der Meister sicher. – „Dann wird er sich nicht verführen lassen und seinen Lehrer falsch verstehen, was heutzutage oft vorkommt. Der Schüler darf niemals von den Worten des Lehrers verführt werden. Sie müssen ihn immer erheben und nähren“[42]. Deshalb wollen wir wieder zu jener grundlegenden Aussage Rudolf Steiners zurückkehren, die sich auf unsere Zeit bezieht: „Es müssen die wahren Quellen des Christentums wieder gefunden werden. Und nach diesem Ziel hin sehen wir zusammenfließen die geistige Strömung, die ausgeht von Jeshu ben Pandira, und jene, die im Beginn des dreizehnten Jahrhunderts an Christian Rosenkreutz anknüpft.“[43] Diese Strömung ist auf dem Geistesplan einheitlich und unten ist sie unterteilt in die Anthroposophische Gesellschaft und die „Weiße Bruderschaft“. Wer Schüler im Sinne Beinsa Dounos werden möchte, muss Schüler zweier Lehrer sein – des Apostels Johannes – und des Maitreya Buddha. Der Erstere war der einzige persönlich von Christus in den drei Jahren Eingeweihte und Maitreya Buddha ist der Hauptvertreter Christi auf Erden. Wenn man in seiner Seele und dann in seinem Ich keine Verbindung zwischen den beiden herstellen kann, ist von keiner Schulung die Rede, da man sich nicht den wahren Quellen des Christentums annähert. „Der Schüler darf nur aus der Quelle Wasser trinken. Er soll lieber dursten, anstatt unreines Wasser zu trinken“.[44] Die Quelle ist Christus, aber zu dieser Quelle kommt man nicht allein mit der Anthroposophie oder mit dem von Beinsa Douno Vorgetragenen. Und wenn wir nicht den Erlöser finden, dann werden seine Worte „getrennt von mir könnt ihr nichts tun“ (Joh. 15:5) nicht als Inspiration zur Opferbereitschaft, sondern als ein furchtbares Urteil über die Seele klingeln.

Wir wollen nun am Vorabend des Weihnachtsfestes tief in uns hineinblicken und uns fragen: Möchte ich, dass in mir Jesus geboren wird, dass der Christus-Impuls in mich eindringt, damit ich mit Ihm meinem Leben einen Sinn geben kann? Bin ich rein genug, um Ihn aufzunehmen? Wenn wir dies ehrlich und aufrichtig tun, wird uns Christus unbedingt berühren und beleben!

Frohe Weihnachten, Brüder und Schwestern

 

[1] Georgi Radev, „Der Meister spricht“, „Das heilige Feuer“

[2] Ebd.

[3] „Sonntagsvorträge“, Sofia, 02.06.1929 „Ein Feuer anzünden“

[4] „Allgemeine okkulte Klasse“, Sofia, 09.02.1928  „Erbostheit, Pein Trauer“

[5] Beinsa Douno, „Im Garten der Liebe. Gleichnisse über die Liebe“

[6] Ebd.,  „Leben für das Ganze“

[7] Ebd., „Das Leben der sechsten Rasse“

[8] Ebd.

[9] „Festvorträge“, Die Sieben Seen 10.08.1932 г. „Das, was altert“

[10] „Sonntagsvorträge“, Sofia, 21.07.1935 „Selig ist der das Brot isst im Reich Gottes“

[11] Beinsa Douno, „Umgang mit der unsichtbaren Welt“

[12] „Heilige Worte des Meisters“, 1-100, „Die Anwendung der göttlichen Gesetze“

[13] “Der Meister – eine Übersicht“, „Meister und Schüler“

[14] Ebd., „Die geistige Gestalt des Meisters“

[15] „Heilige Worte des Meisters“, 51-100, „Die Anwendung der göttlichen Gesetze“

[16] Ebd.

[17] Ebd. ,450-500

[18] Ebd.

[19] Ebd., 1-50

[20] „Der Meister – eine Übersicht“, Liebe zum Wissen“

[21] Ebd.

[22] Ebd. „Die Liebe und die Weisheit“

[23] Ebd., „Die geistige Gestalt des Meisters“

[24] Ebd.

[25] GA 143, Vortrag vom 17.12.1912

[26] „Der Meister – eine Übersicht“, „Die neuen Wege der Liebe“

[27] „Sonntagsvorträge“, Sofia, 13.11.1927 „So ist es vorgesehen“

[28] Рождество Христово „Geburt Christi“ ist die bulgarische Bezeichnung des Weihnachtsfestes.

[29] An Epiphanie, genannt Jordanstag, wird das rituelle Baden in einem See, Fluss oder im Meer vollführt. Zuvor wird das Gewässer von einem orthodoxen Priester geweiht,  der anschließend ein Kreuz in das Wasser wirft. Junge Männer springen ins Wasser hinein und versuchen, das Kreuz herauszufischen. Wer es findet, erhält den Segen und wird – so glaubt man – das ganze Jahr über gesund sein.

[30] Vgl. GA 229, Vortrag von 07.10.1923

[31] „Der Aufgang“,  Bd.14, „Der Weg des Meisters“ – „Die Prüfungen sind nicht stärker als das Ideal des Schülers. Deshalb erkennt man den Schüler nur in den Prüfungen. Der Schüler ist stärker als die Bedingungen, denn er steht über ihnen. Er trägt das Göttliche in sich. Es gibt auch Seelen der Bedingungen, aber sie können kein Ideal haben! Eine Seele mit einem unbesiegbaren Willen – das ist das Ideal!“

[32] „Sonntagsvorträge“, Sofia, 26.06.1921 „In Gerechtigkeit, Wahrheit und Heiligkeit“  – „Wenn die Gerechtigkeit in euer Herz, die Wahrheit in euren Verstand und die Heiligkeit in euren Willen eingeht, werdet ihr einen inneren Duft verbreiten, der schöner ist als der Blumenduft. Dieser Duft heißt „Nuxe“. Es gibt keinen schöneren Nektar als diesen, den die Natur geschaffen hat.“

[33] „Sonntagsvorträge“, Sofia, 08.10.2016 „Wegen der Freude“

[34] Georgi Radev, „Der Meister spricht“ „Die Wahrheit“

[35] „Der Aufgang“, Bd. 14, „Der Weg des Meisters“, „Heilige Worte“, 364 „Die Liebe“

[36] „Der Meister – eine Übersicht“, „Die Liebe gebiert das Gute“

[37] Ebd., „Liebe zum Feind. Die Gnade“

[38] Ebd., „Liebe ist Dienen“

[39] „Heilige Worte des Meisters“ , 87. „Die Geister“

[40] „Der Meister – eine Übersicht“, Das musikalische Schaffen des Meisters“

[41] „Der Aufgang“, Bd. 14, „Der Weg des Meisters“, „Heilige Worte“, 12. „Das Feuer“

[42] Ebd., 113. Regel

[43] GA 130, Vortrag vom 20.11.1911

[44] „Der Aufgang“, Bd. 14, „Der Weg des Meisters“, „Heilige Worte“, 145. „Die Quelle“

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