Das Ich Gottes

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Im Urbeginn war der Mensch Gott, am Ende wird er Gottes Ebenbild sein! Der Sinn unserer Existenz ist im Weg zwischen diesen beiden Polen. Der Meister Beinsa Douno sagt: „Alle erhabenen Gedanken und Wünsche fließen aus der Quelle der Seele. Sie wird ihrerseits von einer anderen Quelle gespeist – dem menschlichen Geist. Der menschliche Geist wird von einer noch größeren Quelle gespeist – dem göttlichen Geist. Er wird seinerseits von der größten Quelle schlechthin gespeist – dem absoluten, unbekannten Geist des Daseins, über den niemand etwas weiß„. Weiter sagt er: „Die Vernunft, das Herz, der Wille, die Seele, der Geist und der Gott – das sind die Möglichkeiten des Absoluten und Grenzenlosen.“

Ja, aus dem an der Spitze stehenden Absoluten ist der Einige herausgegangen, den wir ‚Gott‘, ‚Herrn‘, ‚Vater‘, ‚den Ersten Logos‘ nennen, der im Grund jeder Manifestation steht. Während wir den Gott denken, erkennen und prüfen können, ist jegliche Erkenntnis des Absoluten undenkbar! Deshalb preisen die Wesen des ganzen Kosmos Gott und streben zu Ihm.

Vor dem Großen Urbeginn war der Erste Logos allein, selig in sich verborgen, über jegliches Dasein und jegliche Offenbarung lebend. Aber Er beschloss, ohne das persönlich zu brauchen, sich als eine Widerspiegelung zu offenbaren, und gab danach seiner Widerspiegelung das Leben. Was strahlt der Erste Logos aus? Beinsa Douno antwortete folgendermaßen auf diese Frage: „Bereist den ganzen Himmel, das ganze Weltall, alle Welten – überall werdet ihr hören, dass Gott Liebe ist“.

Das Schenken von Leben ist das erste frei dargebrachte Opfer. Aus diesem entsteht der ‚Eingeborene Sohn‘, genannt auch ‚Zweiter Logos‘ oder ‚Wort‘. Während beim Ersten Logos das Leben und der Inhalt das Gleiche sind, so sind sie beim Zweiten Logos getrennt. Der Inhalt des Sohnes ist eine vollständige Kopie des Vaters, aber das Leben ist ein anderes! Jedoch kann kein Weltensystem aus solchen Relationen entstehen. Für die Vielfalt ist ein weiteres Opfer notwendig. Der Erste Logos wird noch einmal widerspiegelt, danach der Zweite und daraus entsteht der Dritte Logos – der Heilige Geist. Dieser enthält in sich:

  1. Die Widerspiegelung des Ersten Logos,
  2. Die Widerspiegelung dessen, was der Erste Logos im Zweiten hervorgebracht hat, nämlich sein Leben,
  3. Die Widerspiegelung dessen, was der Zweite Logos zum Ersten widerspiegelt.

Das sind die drei Gesichter des Einigen Gottes, die im Christentum ‚Vater, Sohn und Heiliger Geist‘ heißen und im Osten – ‚Sat-Ananta-Chit‘.

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