Der Achte

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 01.02.2004 in Varna

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Im Januar 1988 hat die bulgarische Hellseherin Wanga die rätselhaften Worte gesprochen: „Wir sind die Zeugen schicksalsträchtiger Ereignisse auf Erden. Die beiden größten Führer der Welt haben sich die Hand gereicht und mit ihrer Unterschrift bestätigt, dass sie den ersten Schritt zum Erreichen des allgemeinen Friedens gemacht haben. Aber es wird noch viel Zeit vergehen, viel Wasser verfließen… Es wird der Achte kommen und er wird den endgültigen Frieden auf dem Planeten besiegeln“.
Die beiden Führer sind bekannt – die damaligen Präsidenten der USA und UdSSR. Doch wer ist „der Achte“? Nach langjährigem Stöbern in alten Büchern hat Wangas Nichte überrascht festgestellt, dass vor Jahrhunderten Christus der „Achte“ genannt wurde. Aber warum der Achte?

Die Antwort auf diese Frage wird uns zum tiefsten Wesen der Zeit führen, in der wir leben. Und unsere Zeit ist in der Tat bemerkenswert! In allen nachatlantischen Epochen wurde über die heutigen Tage gesprochen bei den altindischen Epen angefangen über die Prophezeiungen in der Bibel bis hin zu Rudolf Steiner und Beinsa Douno. Der Meister sagte Folgendes: „Es gab keine wichtigeren Zeiten als die jetzigen. Viele Wesen der übersinnlichen Welt sind bereit, alles zu geben, um in diesen Tagen auf der Erde zu sein, doch sie dürfen es nicht. Alle Karten für die Vorstellung, die auf der Erde gegeben wird, sind bereits ausverkauft.“[1] Dieser Satz lässt sich durch eine weitere Aussage von Beinsa Douno von 1924 erklären: „Vor 2000 Jahren hieß es, dass der Tag Gottes naht. Nun sage ich: Wir sind am Tage Gottes. Es bleibt eine halbe Stunde bis zum letzten Zug.“[2] An anderer Stelle heißt es: „Das ganze 20. Jahrhundert wird das Schicksal der Welt in sich enthalten, im 21. Jahrhundert wird die Rückkehr zum Vater wie beim Verlorenen Sohn stattfinden. Das ist das Jahrhundert, in dem eine neue Ordnung in der Welt nach den Anforderungen des Göttlichen Reichs errichtet wird, es wird das Jahrhundert des starken geistigen Aufschwungs sein. Im 22. Jahrhundert wird das Reich Christi auf der Erde wieder hergestellt.“[3] Doch der Meister warnte uns auch davor, sich nicht darauf zu verlassen, dass diese Welle ein zweites Mal kommen werde: „Denkt daran, eine zweite Welle wird nie wieder kommen, denn in der Natur gibt es keine Wiederholung…“[4] „Das ganze 20. Jahrhundert wird ein Jahrhundert der Umwandlungen und Vorbereitungen sein.“[5] Christus sagte: „Seid wach!“ Warum? „Jetzt ist die gefährlichste Zeit, es kann sein, dass ihr einschlaft und außen vor bleibt. Der göttliche Zug ist so pünktlich, dass ihr zu spät sein würdet, auch wenn ihr nur eine Sekunde später kommt“.[6]

Können wir nun – im Jahr 2004 – sagen, dass diese Prophezeiungen sich erfüllt haben? Grundsätzlich tritt nicht jede Prophezeiung ein. Der freie menschliche Wille kann sogar das Eintreten mancher Ereignisse verhindern. Heute treffen unsere Handlungen wie nie bisher auf die viel höheren Ziele, die der göttliche Wille vorgezeichnet hat. Aus diesem Zusammentreffen heraus wird das Schicksal der Menschheit bestimmt. Um zu verstehen, ob „der letzte Zug“ bereits abgefahren ist und wann das passiert ist, müssen wir den besonderen Platz des Menschen in der göttlichen Vorsehung und überhaupt den Sinn unseres Erdenlebens verstehen.

Es gibt eine lehrreiche jüdische Legende, nach der die Elohim mit der Schaffung des Menschen nach ihrem eigenen Bild beginnen wollten, als die Engel, die ihnen dienten, folgende Frage an Jehova richteten: „Warum müssen die Menschen nach dem Ebenbild und dem Bildnis Gottes geschaffen werden?“ Darauf hat Jehova die Pflanzen und Tiere versammelt, die noch vor der Erschaffung des Menschen existierten, und auch die ihm dienenden Engel zusammengerufen. Er zeigte den Engeln die Pflanzen und Tiere und ließ sie diese benennen. Doch die Engel kannten die Namen der Pflanzen und Tiere nicht. Dann wurde der Mensch in der Art erschaffen, wie er vor der Erbsünde war. Jehova ließ die Engel, Pflanzen und Tiere wieder zu sich kommen und sagte in der Anwesenheit der Engel zum Menschen, die Pflanzen und Tiere mit ihren Namen zu benennen. Und der Mensch konnte ihre Namen nennen. Schließlich fragte Jehova den Menschen: „Wie ist dein eigener Name?“ Und der Mensch erwiderte: „Mein Name ist Adam, d.h. „Erdling“. Und wie soll ich heißen?“, fragte Jehova weiter. Der Mensch antwortete: „Du sollst ‚Adonai‘ heißen. Du bist der Herr aller Wesen auf der Erde.“ Darauf erwachte in den Engeln das Vorgefühl, warum der Mensch auf die Erde erscheinen sollte.

Welche große Wahrheit enthält diese scheinbar simple Legende? Der Meister erklärt es: „Wenn vom Menschen wie vom Ebenbild und Gleichnis Gottes gesprochen wird, meint man den Menschen in seiner ursprünglichen Manifestation, den sog. kosmischen Menschen. Dieser nimmt einen ganz bestimmten Platz in der lebendigen Natur ein und erfüllt eine bestimmte Rolle. Ohne ihn kann sich das Universum nicht in der Vollheit seiner Harmonie manifestieren“[7]. Diese Sätze müssen durch die Geisteswissenschaft erklärt werden. Diese lehrt uns, dass die Gruppenseele die Grundlage jeder Tier-, Pflanzen- oder Mineralart ist. Dank der Gruppenseele ist ein Tier Wolf, ein anderes gehört zu den Schafen, eine Pflanze ist Eiche und die andere – Linde usw. Aber der Mensch hat eine ganz oberflächliche Auffassung von der Gruppenseele als einer Idee oder einem Begriff. Wenn der Mensch tiefer in das Wesen der Dinge eindringen könnte, würde die Idee des Wolfs nicht etwas Abstraktes für ihn bleiben, sondern in ihm einen bestimmten Seelenzustand hervorrufen. Indem der Mensch sich den Begriff vom Wolf bildet, würde er gleichzeitig die blutrünstige Natur dieses Tieres erleben.

Warum machen wir heutzutage diese Erfahrung nicht? Weil wir vom „Baum der Erkenntnis“ gegessen und den Zugang zum „Baum des Lebens“ verloren haben. Der Mensch hat zwar das Wissen über die Wesen und Dinge, doch ist er unfähig, das Leben zu spüren, das im Wissen verborgen ist. Eine solche Möglichkeit erhält man, nur wenn man durch den Okkultismus in das Reich des Lebens eindringt. Dann hat man nicht nur den abstrakten Wolf-Begriff, sondern man lebt in der blutrünstigen Gier des Wolfs. Wenn die Seele auf diese Weise die Ideen mit eigenem Stoff ausfüllt, beginnt alles in ihr zu kämpfen. Dann werden die Begriffe beseelt und ab diesem Zeitpunkt lebt das Bild der ganzen Tierwelt im Menschen.

Die Astralwelt, in der sich die Gruppenseelen der Tiere befinden, lebt grundsätzlich in jedem von uns. Doch während der Hellseher sie wahrnehmen kann, haben die Menschen ohne hellseherische Fähigkeiten kein Bewusstsein davon. Trotzdem hat diese Welt einen nicht geringeren Einfluss auf den Nichthellseher. Die Astralwelt erhebt sich aus den Tiefen der Seele, sie macht den Menschen unruhig, sät Zweifel in ihm, zieht ihn in die eine oder andere Richtung, bestimmt seine Instinkte und Leidenschaften. Der Mensch wird nicht gewahr, dass sein Egoismus die jeweiligen Impulse erweckt.

Der Egoismus ist das Tier in uns, dazu vermerkt der Meister: „Der persönliche Egoismus ist der erhabenste Zustand, den die Tiere erreicht haben“.[8] Doch wenn wir die Gruppenseelen nicht in der Astralwelt erleben würden, würden sie ihre Entwicklung einstellen, ohne zum künftigen Jupiter zu gelangen, die Tiere auf der Erde wären komplett verschwunden. Was geht im Menschen vor, wenn er durch die Begriffe in seinem Geist die Formen der Gruppenseelen hervorruft, etwa den Wolf? Der Mensch bildet in seinem Geist die Vorstellung vom Wolf und wenn er das Wort ‚Wolf‘ ausspricht, entsteht in ihm ein Bild. Das stoffliche Leben des Bildes vereinigt sich mit der Gruppenseele und befruchtet sie, wobei es ihr erlaubt, ihre Entwicklung fortzusetzen. In der Zukunft werden alle Tier der Erde verschwinden, doch ihre Gruppenseelen werden auf dem Jupiter unter einer Form auftauchen, die an ihren höheren Zustand angepasst ist, und sie werden ihre Entwicklung fortsetzten können. Die Welt um uns herum besitzt auch ihr geistiges Prinzip, doch es ist unvollständig und stellt soz. eine Art Halbgeistigkeit dar, die sich nicht verewigen kann, es sei denn sie wird von unserem eigenen Geistesleben befruchtet. Nur der Mensch hat die Mission, die befruchtenden Keime, die im Namen enthalten sind, in der von ihm kontemplierten Natur zu schaffen.
Nun wollen wir zur Legende zurückkehren. Die dienenden Engel, die andere Aufgaben zu erfüllen haben, konnten nicht verstehen, warum der Mensch erschaffen werden sollte. Sie wussten nicht, dass nur durch das Hineinstellen des Menschen in das Erdenleben die Brücke gebaut werden konnte, die die vergangene mit der zukünftigen Welt verbindet. Beinsa Douno sagte auch, dass der Mensch „eine Brücke ist, die die Wesen der höheren Welten besteigen, um auf die niedrigere Welt herunterzusteigen. Diese Brücke benutzen die Wesen, auch um in die höheren Welten zu kommen. Der Mensch ist die schönste Brücke der Erde“.[9]

Dem Menschen wurde das Prinzip des „Namens“ anvertraut, das ihm erlaubt, die beiden Pole der Entwicklung miteinander zu verbinden und in seiner Evolution mit der ganzen Schöpfung voranzuschreiten.

Die Götter bieten uns die Welt in Form einer Zweiheit – außerhalb von uns im Raum liegt die objektive Wirklichkeit – die Welt der Sterne, der Wolken, der Naturreiche und des Geisteslebens, das mit ihnen zusammenhängt; Drinnen in uns lebt die Welt unserer Seele. Unser inneres Leben wird nach außen ausgestrahlt und verbindet sich mit allem, was in der Welt lebt. In uns ist der Pol der geistig-göttlichen Welt und draußen ist der andere Pol. Auf der Bühne unseres Bewusstseins begegnen sich beide und tauschen ihre gegengesetzlich wirkenden Kräfte aus, befruchten sich gegenseitig und vereinigen sich in einer Art, die die Evolution ermöglicht. Ohne uns hätte die Schöpfung aufgehört, denn nur der Mensch kennt die beiden Welten und kann eine Brücke zwischen ihnen sein. Zudem erhält er die Prinzipien beider Welten in Einheit hier auf Erden. Wir wurden zur Teilnahme am Weltendrama eingeladen und der Sinn unserer Existenz besteht darin, bewusst und frei an diesem Drama teilzunehmen. Auf diese Weise werden in uns nicht nur die befruchtenden Keime einer geistigen Welt, sondern wir selbst wachsen in unserem Bewusstsein zum göttlichen Bewusstsein.

„Vor“ dem Beginn der Schöpfung existierte nur das göttliche Bewusstsein, das voller Schätze war. Dann teilten sich diese Schätze in zwei entgegengesetzte Lager. Das menschliche Ich wurde zur Bühne, auf der sich diese Lager ständig miteinander verbinden. Das Ich war leer in Hinblick auf das göttliche Ich, welches den Reichtum der ganzen Schöpfung enthält. Das menschliche Bewusstsein war auch gegenüber dem göttlichen Bewusstsein leer und deshalb werden zwei Kräfte in ihm  in Gleichgewicht gebracht – von außen und von innen -, indem es vom uranfänglichen göttlichen Bewusstsein erfüllt wird. Das ermöglicht den Fortschritt.

Doch braucht das göttliche Bewusstsein das alles für die Ziele der Evolution? Nein, denn es enthält alles in sich! Aber das göttliche Bewusstsein ist großzügig und beschenkt zahllose Wesen mit seinem Inhalt. So wird das reproduziert, was am Anfang der Entwicklung der Welt eins war und was zur Einheit auf dem Weg der Vergöttlichung zurückkehrt.

Unsere Entwicklung hat immer einen solchen Charakter getragen. In der Saturn-Zeit entstand infolge des gleichen Prozesses der erste Keim unseres physischen Leibes. Er hatte gleichzeitig eine befruchtende Wirkung nach außen, die sich auf unsere weiteren Leiber erstreckte. Künftig wird diese Kraft immer stärker auf das innere Leben einwirken und immer schwächer auf das äußere, denn in der Außenwelt wird immer weniger übrig bleiben, was befruchtet werden kann. Hier haben wir also die zwei großen Ziele der Entwicklung – einerseits das Göttliche in uns mit der Außenwelt zu vereinigen und andererseits – diese Außenwelt in eine innere Welt des Menschen zu verwandeln. Wir werden dem Göttlichen immer ähnlicher und immer innerlicher werden. Auf dem künftigen Vulkan wird der ganze Kosmos vom Menschen befruchtet und zu seinem Inneren werden! Unser wahres Ich Christus wird alles vergeistigt haben, was auf dem Feld unseres Bewusstseins liegt. Wir werden zum Geistesmenschen werden – das ist der Sinn der Vergöttlichung, das sind das Ziel und der Sinn des Lebens! 


Dieses Ideal müssen wir erkennen und von ihm durchzogen werden! Nichts, von dem, was verschwunden ist, ist vollkommen vernichtet worden, selbst die Dinosaurier nicht. Es sind viele Dinge im Laufe der Erdenevolution auch ohne die menschliche Einmischung verloren gegangen! Doch wurde alles geistig befruchtet und es ersteht im Geist auf. Der Christus-Impuls wird dasjenige auferwecken, das in den Abgrund geraten zu sein scheint. Er befruchtet und transformiert die scheinbar toten Dinge in ihren eigentlichen Tiefen. Wir sehen, wie heute die ägyptisch-chaldäische Kultur von neuem aufersteht.

Die Christus-Kraft kam von oben und verband sich nach Golgatha auf ewig mit der Erde und dem Menschen. Wir können die Manifestation der Polarität, deren Prinzip überall besteht, selbst in diesem höchsten Ereignis der Menschenentwicklung bemerken. Der Sinn der Beziehung zwischen der Erde und Christus besteht darin, dass die Erde an den kosmischen Geheimnissen teilzunehmen hat, so wie unsere Verbindung mit Christus uns erlaubt, an den göttlichen Geheimnissen teilzunehmen. Auf diese Weise wird der Fortschritt gewährt. Wir wissen, dass der Mensch im Mittelpunkt der Welt steht. Wenn er denkt, so denkt die Welt in ihm. Das gilt auch für das Fühlen und Wollen. Zum Raum gewendet, kann er ausrufen: „Das Göttliche erfüllt mich, das Göttliche ist der Beginn, der sich in mir mit dem Keim der Erde vereinigen soll. In mir ist der Sinn des Lebens!“

Die Götter erfüllen ihre Ziele in der Menschenseele. Der Mensch verwirklicht den Sinn der Welt, denn dieser nimmt im Menschen Leben an! Doch wenn unser inneres Wesen von Stolz und Ungeduld erfüllt ist, spricht das Göttliche nicht durch uns, sondern wir bringen nur persönliche Schöpfungen hervor und säen trügerische befruchtende Keine draußen. Wie viele Bücher werden in unseren Tagen verfasst, die nichts anderes als die Ergüsse des Stolzes und Egoismus ihrer Autoren sind und die unsere Zivilisation mit lebensunfähigen geistigen Wesen erfüllen?!

Das Gleichgewicht der Polaritäten wird von der Liebe hergestellt. Beinsa Douno erläutert das folgendermaßen: „Das Paar ist die Polarisation, die Manifestation, der Kampf beider Zentren. Durch das Paar wird der Rückweg der Dinge aufgezeigt – der Evolutionsweg. Das ist die geistige Erkenntnis und die Rückkehr zur Ur-Ursache … Die Liebe ist die einzige Wirklichkeit, durch die sich der Geist im ganzen Sein manifestiert. Das Leben ist die Frucht der Liebe und hat ohne die Liebe überhaupt keinen Sinn. Der Sinn des Lebens besteht darin, zu lieben und geliebt zu werden.“ [10]

Und hier kommen wir zum „Achten“ – zu Christus und folgenden Worten Beinsa Dounos: „Was ist Christus im Leben? Er ist die Liebe. Jeden Tag klopft die Liebe an eure Herzen“.[11] Über Christus erklärt er, dass Er „kein philosophisches System“ darstellt und deshalb nicht mit der Vernunft verstanden werden kann – „das Herz soll Christus verstehen!“[12] Und er beschreibt die Wahl, die wir haben folgendermaßen: „Es gibt zwei Wege – entweder mit Christus oder ohne Ihn!“[13]

Diese erhabene Wahrheit hat nie mit solcher Kraft wie in unserer Zeit gewirkt. Die Anthroposophie lehrt uns, dass seit Anfang des 20. Jahrhunderts der Erlöser allmählich zum vollständigen Herrn des menschlichen Karmas wurde. Deshalb bestimmte Beinsa Douno dieses Jahrhundert als „das Jahrhundert des Schicksals“, d.h. des Karmas – „Heute stellt Christus jeden auf die Waage und wiegt ihn ab, um zu sehen, wie schwer er ist“.[14] Bis zum Jahr 1999 ist die geistige „Instanz“ zum Regeln unserer karmischen Bilanz vollständig unter die Führung Christi übergangen – Er zahlt nicht nur unsere objektive Sünde zurück, sondern kontrolliert vollständig auch die Zurückzahlung unserer subjektiven Sünde, wobei diese Zurückzahlung durch sein Bewusstsein geht – Er erlebt sie! Diese qualitativ neue Situation wurde infolge des Zweiten Golgatha und der vom Bodhisattva und den Michaeliten aufgebaute Brücke ermöglicht, auf die der Erlöser in den Rachen des Tieres herabgestiegen ist und sich mit unserer niederen Natur verbunden hat. Bereits 1909 warnte uns der Meister: „Damit ihr euer Karma vernichten könnt, müsst ihr euch an den Himmel halten und wenn der Geist kommt, wird er euer Karma vernichten“.[15]

Es wird ein neues Leben kommen und wir dürfen in dieses Leben nicht eintreten, bevor wir durch die Leiden alle alten Ansichten, Gedanken und Gefühle verbrennen, denn „wenn die Menschheit nicht freiwillig Christus annimmt, wird die ganze Kultur sieben Mal durch das Feuer der Liebe gehen, aber sie wird gereinigt und erneuert werden“.[16] Beinsa Douno erklärt, dass „der Äther das göttliche Feuer ist, das die Menschen reinigen wird“.[17]

Nur mit der Christus-Kraft können wir das Karmarad auflösen und in das Dharma eintreten. Dann wird sich der Geist durch jeden auf eine spezifische Art manifestieren – mit einer spezifischen „Gabe“, worüber auch Paulus im Brief an die Korinther schrieb.  Die Bulgaren nennen das Dharma die „Gabe“[18], stellte Beinsa Douno sehr genau fest.

1899 ging das Kali-Yuga zu Ende. Das ganze 20. Jahrhundert war von „Umgestaltungen und Vorbereitungen“ erfüllt. Es nahte das sakrale Jahr 1999, dessen Zahlen in der Summe 28 ergeben. Wenn wir weiter addieren, werden wir 2+8=10 und 1+0=1, also die Zahl Gottes. Die Zwei weist auf die Spaltung in Polaritäten, die später wieder vereint, einen Fortschritt ergeben. Die Vereinigung ist nur in Christo möglich, Der hier im Zeichen der Acht steht. Warum?

Den ersten „Tag“ der Schöpfung bildete der alte Saturn und er hatte die längste Dauer, die nächsten „Tage“ waren kürzer. Die alte Sonne war der zweite, der alte Mond – der dritte „Tag“. Diese drei Äonen haben sich in gewissem Sinne am vierten, fünften und sechsten „Tag“ der Schöpfung wiederholt, genauer gesagt in der polarischen, hyperboräischen und lemurischen Zeit. Der sechste „Tag“ umfasste sowohl das alte Lemurien als auch die erste Hälfte der atlantischen Zeit. Danach haben sich die Götter „zur Ruhe“ zurückgezogen und wir sind für die geistige Welt „eingeschlafen“. Es begann „der siebte Tag“ der Schöpfung, an dem wir langsam unser Ich-Bewusstsein entwickelten. 1999 neigte sich der lange Schlaf seinem Ende zu und es begann der achte Tag der Schöpfung!!! An diesem Tag müssen die Menschen zu bewussten Mitarbeitern Christi in der Vergeistigung des Kosmos werden!

Vor ca. zwei Monaten hat uns der Bodhisattva selbst benachrichtigt: „Es beginnt eine neue große Etappe“. Am Ende des „Liquidationsjahrhunderts“ – des 20. Jahrhunderts – haben wir den großen Nachhauseweg zu Gott unter der Führung des „Achten“ bestiegen! Vor 2000 Jahren stieg Christus in Jesus unter dem Zeichen der Zehn und des düsteren Saturn ein, um die Involution in Evolution zu wenden. Laut Beinsa Douno ist „Jesus“ jeder, der leidet und wie ein Held seine Leiden erträgt. „Jesus“ ist jede leidende Menschenseele, die ihre Erlösung erarbeitet. „Jesus“ ist der eine Stützpunkt des Menschen, „Christus“ – also der Mensch, der den Tod besiegt und triumphiert hat, der auferstanden ist und Gott dient und bereit ist, seine Seele, für die andern zu opfern, ist der andere Stützpunkt des Menschen“.[19]

Heutzutage führt der Erlöser unter dem Zeichen der Acht in geistiger Weise Seine geliebten Kinder, die ein hohes Ideal besitzen, zu seinem Reich – dem ätherischen Shamballa! Nur die „Neugeborenen“ werden dort hineinkommen! Das Geheimnis der Neugeburt aus dem „Wasser“ (Mond – Weisheit) und Geist (Sonne – Liebe) ist im achten Wasserzeichen des Tierkreises – dem Skorpion – versteckt. Bei der Acht beginnt eine neue Oktave. Das ist ein Zeichen höchster Spannung und Extremität, die so verschieden sind, wie die beiden Symbole – der Skorpion und der Adler. Jedes Zeichen besitzt grundsätzlich positive wie negative Seiten. In seiner negativen Art entartet und beißt der Skorpion den Menschen – manchmal bis zum Tod -, um ihn zu erwecken, damit er nach dem Licht der Wahrheit sucht. Durch solche Umwandlungen wird der Skorpion zum Adler. Er hängt mit der okkulten Wissenschaft zusammen, besonders mit jenen Aspekten, die mit der Wiedergeburt, mit der Art und Weise zu tun haben, wie der Tod auf einer höheren Stufe zum Leben führt. Die Acht ist die Zahl der Evolution und hier befindet sich das Kampffeld zwischen unserer niederen und unserer höheren Natur. Entsprechend den Eigenschaften der Seele erschaffen unsere Begierden das Paradies oder die Hölle für uns. Hier sind das Böse des Saulus und die Tugend des Paulus, der beißende Schmerz und die wunderbare Ekstase. In keinem anderen Zeichen findet man einen so starken Impuls nach Gut oder Böse. Der Skorpion ist das Zeichen des Kämpfers, denn das Ich muss im Skorpion kämpfen und als Sieger aus diesem größten und furchtbarsten Krieg hervorgehen, ohne wie Judas Ischariot den höheren Menschen, Christus zu verraten. Die Erhebung vom Niederen zum Höheren erfolgt durch die Anwendung des gesunden Urmotors – des Schmerzes. Das Ziel des Schmerzes ist die Geburt Christi in uns! Der Skorpion ist der stärkste unter den Alchemie-Zeichen. In seiner niederen Phase hängt er mit dem Fegefeuer zusammen, denn der Mensch brennt wirklich in der Hölle, um seine Begierden zu besiegen, indem er Willen hervorruft. Wenn der Skorpion-Mensch den Geist liebt und mit ihm zusammenarbeitet, werden ihm übersinnliche okkulte und heilende Kräfte gegeben. Die Kraft und die heilende Energie machen das Wesen des Skorpions aus – des aktiven Oktavenzeichens der Evolution und der Wiedergeburt.
Jeder von uns wird sich irgendwann an das Haus seines Vaters erinnern und wird beschließen, dorthin wie der Verlorene Sohn zurückzukommen. Diese Erinnerung und Rückkehr erfolgen fast immer im Zeichen dieses mächtigen erneuernden und zu Gott antreibenden Zeichens. Aber vorher muss man durch das Kardinalzeichen der Waage gehen, die das zentrale, heilige siebte Zeichen ist – das Zeichen des Absoluten. Fünf Zeichen (von Widder bis Löwe) sind immer mit dem Guten verbunden. Die Jungfrau und die Waage stehen an der Grenze, besonders die Waage und die nächsten fünf Zeichen (von Skorpion bis Fische) sind mit dem Bösen verbunden. Wenn man in das Böse hineinwaten möchte, um es zu Gutem zu wenden, muss man in der Waage das Christus-Mysterium suchen, das einen ins Gleichgewicht bringen und zum Mitarbeiter des Kosmos machen wird. Hier erfolgt die Harmonisierung der Seele durch die Kreuzigung. Hier müssen wir das Gleichgewicht zwischen dem Niederen und Höheren herstellen, das uns Ganzheit verleihen wird – die Vereinigung von Leib, Seele und Geist. Gerade die Vereinigung ist die Kraft der Waage. Doch um die Vereinigung verwirklichen zu können, muss man zuerst zu innerem Frieden und zu innerer Harmonie kommen, die einzig in der Liebe, also in Christo, erreichbar sind. Weise ist derjenige, der den michaelischen Weg zum Erlöser wählt und es ist kein Zufall, dass das Michaelifest in die Zeit der Waage fällt (der 29. September).
Andererseits gibt es keinen Weg zu den geistigen Welten, der herrlicher ist als der Weg des musikalisch klingenden Tons durch die Waage. Mit dieser tönenden Kraft kommen wir in Einklang mit der Liebe, die das Geheimnis des Lebens ist. Das, was die Priester einst durch die Rituale des Tempels erreicht haben, wird nun durch die Musik erreicht. Heute ist der wahrhaftige Musiker ein Hierophant der Mysterien, der durch die Töne die Menschheit zu einer größren Geisteskraft zu erheben versucht.
Nach der Kreuzigung in der Waage, wenn das Gleichgewicht zum Guten geneigt wird, kommt der Stachel des Skorpions und des Hüters der Schwelle, der durch die Kraft der Christus-Liebe und Wahrheit geschmolzen und transformiert werden kann. Dann wird der auf der Erde krabbelnde Skorpion zum Adler, der Stachel ersteht in Flügel auf.

Alle, die in der Waage durchgefallen sind, werden im Skorpion verdorben. Aus diesem Grund trifft man in diesem Zeichen so viele entgegengesetzte Seelen – etwa Rudolf Steiner und Stalin, obwohl, beide den Skorpion als aufgehendes Zeichen haben. In seinem Gemälde „Das Geheime Abendmahl“ stellte Leonardo Judas Ischariot als den Achten von rechts, wenn man Christus nicht mitzählt. Das größte Buch – Das Johannes-Evangelium steht auch im Zeichen des Skorpions und hat den Adler als Symbol. In keinem anderen Evangelium finden wir derlei umfassende, umwandelnde, übersinnliche zeitlose Ideen, die wie der Adler weit über die alltäglichen Ereignisse auf dem Erdenplan in der Höhe kreisen. Diese Ideen sind die Flügel, die uns zu den Höhen der ewigen göttlichen Weisheit in das Adlergebiet des weisheitserfüllten Skorpion-Cherubim hinauftragen. Nur die „Wachen“ können die Weisheit, den Geist berühren. „Das Zentrum des Geistes liegt zwischen den Augenbrauen“[20], sagte Beinsa Douno – „Die einzige Stelle, an der der menschliche Geist von innen nach außen strömt, sind die Augen“.[21] Die Energie, die zwischen unseren Augen herumströmt, beschreibt auch eine Acht und das Zentrum ist das dritte Auge – die Beziehung zum ätherischen Christus.
Doch lassen wir uns zum Jahr 1999 zurückkehren. Damals ist eine mächtige Liebeswelle über die Erde verlaufen, die sowohl als Ergebnis des Ersten und Zweiten Golgatha ist, als auch der aufopfernden Liebe der Tausenden Märtyrern vor dem Altar des „Reichs, das nicht von dieser Welt ist“. Diese Welle war „der letzte Zug“, von dem der Meister sprach. In diesen Zug sind nur diejenigen eingestiegen, die aufrichtig zu Gott streben, damit ihre Seele den herunterströmenden starken göttlichen Energien standhält. Der altgriechische Idealismus Platons – nun als Christus-Liebe auferstanden – war das Kriterium, nach dem die Auswahl der Seelen erfolgt hat. „Die höheren Wesen interessieren sich in dem Maß für die Menschen, in dem diese zu Gott streben“[22], bestätigte der Meister, „Wer Gott nicht liebt, ist noch keine wahrhaftiger Mensch, er ist noch kein Ebenbild und Gleichnis Gottes“. Der Weg der Liebe ist ein Weg des großen Opfers. Er ist sehr schmal und wir dürfen keinen Begleiter haben. Christus wird persönlich entdeckt! Wenn wir nicht seine Liebe zu uns und unsere Liebe zu Ihm spüren können, sind wir keine Christen, keine Menschen, wir sind ein Nichts“, ist sich der Meister sicher. „Das lebendige Brot ist das Wort, das wir verstanden haben.“[23] Das Leben meint eigentlich Vernünftigkeit. Dort, wo es keine Vernünftigkeit gibt, gibt es auch kein Leben.[24]“Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen“ (Joh. 17:3).

Ein chinesischer Wissenschaftler erzählte folgende Geschichte: Ein Mann ist in eine tiefe und dunkle Grube hineingefallen, die voller Dreck war. Nachdem er lange versucht hatte, herauszuklettern, ist er gestorben. An der Grube kam Konfuzius vorbei und sagte: „Hättest du auf mich gehört, wärest du nicht in die Grube gefallen.“ Und er setzte seinen Weg fort. Später kam Buddha vorbei und sagte: „Hättest du dich vervollkommnet, hätte ich dir geholfen.“ Und er hat auch seinen Weg fortgesetzt. Schließlich kam Christus vorbei, stieg in die Grube hinein und holte den Mann lebendig wieder heraus. Das ist Christus! Wir sind die seit tausenden Jahren Toten, die Er auferwecken will. Je besser wir Ihn kennen, desto sinnvoller wird unser Leben. Damit sich die Welt erheben kann, müssen seine Worte in die Tat umgesetzt werden. Heute quälen sich die Menschen, da sie den Erlöser ablehnen. Doch es gibt auch etwas anderes: “ Nun wird der neue Adam erschaffen. Immer, wenn ein neuer Adam entsteht, gibt es Kataklysmen, eine Umwandlung“[25], erklärt Beinsa Douno. „Heute ist der Evolutionsprozess verkürzt. Jedes Ding, für dessen Realisierung in der Vergangenheit Tausende von Jahren notwendig waren, lässt sich heute innerhalb von Sekunden, Minuten oder Stunden verwirklichen – das hängt von der Intensität des Gedankens ab“.[26] Das Schlüsselwort unserer Epoche ist „Wachsein“. Was bedeutet der „Buddha-Zustand“? Der Meister beantwortet diese Frage wie folgt: „Das ist ein Zustand großer Aktivität. In diesen Zustand gerät nur jene Seele, die alle Wesen, die alle Wesen umfasst – von den kleinsten zu den größten. Sie ergießt ihre Liebe über sie, um sie zu erheben. Das bedeutet „der Buddha-Zustand“, und nicht so wie die Inder ihn verstehen – ein Zustand der Verzückung, der Vergessenheit“.[27]

Selbst die materialistischen Wissenschaftler haben festgestellt, dass seit fünf Jahren – seit 1999 – die Zeit schneller läuft. Wie uns die Anthroposophie lehrt, hat sich die Zeit im Vergleich zur Zeit Karls des Großen zehnfach beschleunigt. Nach 1999 läuft aber die Zeit mit einem solchen Tempo, dass sogar die „offizielle“ Wissenschaft das bemerkt hat. Es hat ein Sprung in der Evolution stattgefunden. Die Götter haben sich direkt in die Menschenwerke eingemischt. Unsere physische Zeit wurde gewissermaßen von der astralen, d.h. geistigen Zeit durchdrungen, in der bekanntlich die Dinge augenblicklich geschehen. Dieser Prozess wird künftig intensiver werden und die Erdenzeit wird immer „schneller“ werden. Es hat allmählich der graduelle Herunterstieg der Astralwelt auf die Erde angefangen. In der Astralwelt befindet sich nun die zukünftige sechste Kultur, die laut der Geisteswissenschaft sich in ca. 1500 Jahren auf der Erde entfalten wird. In ihr wird sich die altpersische Kultur mit der Frage nach Gut und Böse widerspiegeln. Spüren Sie die Kraft, mit der sich diese Frage nun vor die Menschheit stellt? Es scheint irgendeine Änderung der Pläne der Götter zu geben, deshalb sagte auch Beinsa Douno, dass im 22. Jahrhundert das Reich Christi auf die Erde errichtet wird. Vorläufig können wir annehmen, dass das 22. Jahrhundert eine Art prophetisches Bild der zukünftigen Sechsten Kultur sein wird. Doch in allen Fällen hat die wichtigste Periode der Menschenentwicklung angefangen! Beinsa Douno sagte diesbezüglich: „Ich habe bereits öfter gesagt, dass in die Welt 8000 Adepten kommen. Manche werden sich inkarnieren, andere inkorporieren. Sie sind die Träger des Neuen, der Zukunft und diese Zukunft wird sich durchsetzen.“[28]Vor zwei Monaten hat er uns mitgeteilt, dass diese Adepten bereits auf der Erde sind! 

Oberflächlich betrachtet, erlebt der Materialismus einen Aufschwung, doch in der Tiefe spürt man überall eine mächtige geistige Wallung. Die Adepten wirken! Es werden viele Kataklysmen und „Verschiebungen“ unseren Weg kennzeichnen. Es wird noch ein Zeichen gegeben  werden – gegen Ende Mai wird ein Komet an der Erde vorbeifliegen[29], der wahrscheinlich mit bloßem Auge zu sehen sein wird. Von der Geisteswissenschaft wissen wir, dass die Kometen eine Art astrale „Putzkräfte“ und Vorboten stürmischer Wandlungen sind. Vom Menschen werden ständig falsche, hässliche, böse Gedanken ausgestrahlt, die dort als Astralformen leben. Der Komet, der an einem Ende des Planetensystems startet, ist zuerst eine Art geistiges Kraftzentrum, das später alle schädlichen luziferisierten astralen Strömungen anzieht und sie um sich herum ansammelt. Wenn er zum Ende des Sonnensystems angelangt, wirft er diese Strömungen in den Weltenraum hinaus und geht aus dem dreidimensionalen in den vierdimensionalen Raum über, um „später“ wieder am anderen Ende des Systems zu erscheinen und den Prozess zu wiederholen. Die Evolution der Kometen ist nur von den Cherubim und Seraphim abhängig und wir müssen das Wesen dieser zwei höchsten Hierarchien kennen, um auch die Kometen zu verstehen. Die Cherubim bzw. die Geister der Harmonie sind für die Ordnung im Planetensystem verantwortlich und die Seraphim bzw. die Geister der Liebe – für die Wechselbeziehungen zwischen den einzelnen Systemen. Vor langer Zeit schon hat uns Beinsa Douno gewarnt, dass wir aus der dunklen 13. Sphäre herauskommen und in einen anderen Abschnitt des Raums mit höheren Vibrationen eingehen. Die Seraphim und Cherubim haben im Zusammenhang mit diesem Prozess besonders verantwortungsvolle Aufgaben zu erfüllen. Um nicht in der Liebe zu verbrennen, müssen wir harmonisiert sein. Wir Menschen werden zu der zehnten Hierarchie der Freiheit und Liebe, die größere Wunder als die Wunder der Erlöser vollbringen wird. Heute befinden wir uns schon in der Zeit der Wunder! Das größte Wunder wird es sein, wenn der Mensch mit freiem Willen freiwillig zum Mittler der Liebe werden wird!!! „Nicht ich, sondern Christus in mir“ – das ist die Rettung auch für das bulgarische Volk.

Vor langer Zeit ist es schon beschlossen worden, dass die Harmonisierung der Welt von Bulgarien aus beginnen wird. Der Meister hat Folgendes berichtet: „Die vorbestimmte Zahl für die Auferstehung unter den Bulgaren ist 1400. Diese 1400 machen das bulgarische Volk aus. Sie sind die Kraft. Sie sind diejenigen, in die der Geist eingezogen ist und auf seine vollständige Geburt wartet. Diese 1400 Seelen werden aus der Raupe zum Schmetterling werden und die anderen werden noch lange in der Form der Seidenraupen bleiben, damit ihr sie füttert“.[30] Noch eine äußerst wichtige Angabe machte er: „Die Schrift der sechsten Rasse wird geometrisch sein und aus Kreisen, Dreiecken, Vierecken usw. bestehen.“[31]

Welche Schrift sieht so aus? Das ist die Glagolitza! Sie hat 28 Zeichen! Ist es ein Zufall, dass heutzutage die englische Sprache auf der ganzen Welt als vorherrschend durchgesetzt wird? Ist es ein Zufall, dass der österreichische Professor Otto Kronsteiner 1999 dem bulgarischen Präsidenten Petar Stojanov vorgeschlagen hat, die kyrillische Schrift durch die lateinische zu ersetzen? Wir dürfen nicht den westlichen Völkern folgen, denn ihre Kultur bringt nur Tod!

„Die Erhebung des bulgarischen Volks hängt ausschließlich von seinen spirituell erhobenen Menschen ab. Wenn sie gemeinschaftlich für das Volk arbeiten, wird es sich auch erheben“[32], versicherte uns Beinsa Douno. „Von den Bulgaren wird verlangt, den ersten Impuls zur planetarischen Synthese, zur Vereinigung der Völker zu geben. Am Ende des Jahrhunderts wurde während der Sonnenfinsternis 1999 dieser Impuls gegeben! 
In der Nähe von Varna hatten sich achte Personen verschiedenen Alters im Lager, das zwei Jahre lang bestanden hatte, inmitten der Ruinen eines nicht fertig gewordenen, mit Menschenfäkalien „dekorierten“ Gebäudes versammelt. Alle standen im Zeichen der Weisheit. Der Neunte war im Patriarchenalter und symbolisierte die Synthese der acht anderen in der Liebe. Nicht zufällig trug er den Namen des Pentagramms. Das verfallene Gebäude ist diese Zivilisation und die Fäkalien symbolisieren ihre Abfälle und auch den Boden, auf dem die Liebe wachsen wird. Die Neun haben sich an die Hand gefasst und einen Kreis gebildet. Ohne hinaufzuschauen, haben sie die Sonnenfinsternis empfangen, um nicht in der Finsternis des Fenriswolfes verloren zu gehen, sondern den Impuls der Liebe festzuhalten, der in diesem Augenblick über die ganze Erde verlief. Auf diese Weise wurde der Anfang (‚varnas’) von etwas Großem gemacht. Es begann das Enthüllen von lange verborgenen Geheimnissen. Am Anfang war das Geheimnis des Bodhisattva. Es stimmt, dass die Anthroposophie das Werkzeug zum Begreifen des Christus-Impulses ist, doch der richtige Schlüssel zum Erlöser ist der Bodhisattva! Im 20. Jahrhundert hat die Christus-Liebe auf Erden am stärksten manifestiert.

Aber die Liebe ist die Frucht der im Ich neugeborenen Weisheit. „Der Eintritt ins Reich Gottes hängt vom Wissen und von der Weisheit des Schülers ab, nicht von seiner Liebe. Ins Reich Gottes kommt man nicht nach Wohltat hinein“[33], versichert uns Beinsa Douno und fügt hinzu: „Der Glaube ist nur für die Klugen“[34].

Wir dürfen uns auf dem Weg nicht erschrecken lassen. Im Grund der Weisheit liegt ohnehin die Liebe. „Und ein Haar von eurem Haupte soll nicht umkommen“, heißt es in der Bibel (Lukas 21:18). Für die Weisen gibt es kein Gut oder Böse – alles ist Liebe. „An zwei Stellen werden wir unverwundbar sein – bei den großen Tiefen und bei den großen Höhen. Durch die Tiefe der Gefühle und die Höhe des Verstandes“, sagt der Meister, „wird unser Blut gereinigt, das der Träger des Ich ist“. Christus in unserem Ich ist die einzige Stütze auf dem Weg der Neugeburt. Der Neugeborene ist mit allen höheren Welten verbunden, mit allen Wesen der höheren Hierarchien. Er ist “ von Gott geboren“, er ist „geliebter Sohn der Liebe“, d.h. Sohn Gottes.

„Du, der du dich anschickst, ein Sohn Gottes zu werden, dein Ideal soll der Besitz von Folgendem sein: ein Herz, das rein wie ein Kristall ist, einen Verstand, der hell wie die Sonne ist, eine Seele, die weit wie das Universum ist, einen Geist, der mächtig wie Gott und eins mit Gott ist!“[35]

Liste verwendeter Literatur

Джоселин, Джон. Медитации върху знаците на Зодиака. С. 1993., Jocelyn, John, „Meditationen über die Tierkreiszeichen“, Sofia, 1993

Дуно, Беинса. Учителят говори. С., 1998., Douno, Beinsa, „Der Meister spricht“, Sofia, 1998

Дуно, Беинса. Българската душа. С., 2000, Douno, Beinsa, „Die bulgarische Seele“, Sofia, 2000

Дуно, Беинса. Учителят за себе си и за нас. С., 1997, Douno, Beinsa, „Der Meister über sich und über uns“, Sofia, 1997

Дуно, Беинса. Избор. С., 1999, Douno, Beinsa, „Die Wahl“, Sofia, 1999

Стратев, Илиян. Божественото Учение или философия на живота на Учителя Петър Дънов. С., 1998, Stratev, Ilian, „Die göttliche Lehre oder die Philosophie des Lebens des Meisters Petar Danov“, Sofia, 1998

Щайнер, Рудолф, За смисъла на живота. Две сказки, държани на 23. и 24.05.1912, Steiner, Rudolf, „Über den Sinn des Lebens“, zwei Vorträge, gehalten am 23. und 24.05.1912.

[1] „Sonntagsvorträge“, Sofia, 28.11.1926  „Sie haben Ihn nicht angenommen“

[2] „Sonntagsvorträge“, Sofia, 28.9.1919 „Ich bin jener Mann“

[3] Petar Danov: Der Meister, der Heiler, der Prophet“ Bd.3, Stara Zagora 2009

[4] „Sonntagsvorträge“, Sofia, 4.4.1926 „Es trägt Früchte“

[5] S. Anm.3

[6] S. Anm.3

[7] Georgi Radev„Der Meister spricht“, 1939 „Mensch“

[8] „Festvorträge“, Sofia, 19.08.1931 „Kraft, Vernünftigkeit, Gutes“

[9] „Festvorträge“, Sofia, 24.08.1941 „Das Wesen des Menschen“

[10] „Festvorträge“, Sofia, 28.8.1938 „Manifestation und Leistung der Liebe“

[11] „Höhere Mystik“, Varna, 1997

[12] „Sonntagsvorträge“, Sofia, 7.12.1924 „Du bist es!“

[13] „Festvorträge“, Veliko Tarnovo, 23.08.1914

[14] “Sonntagsvorträge“, Sofia, 26.1.1919  „Der Weinstock und die Reben“

[15] “Festvorträge“, Veliko Tarnovo, 31.08.1910

[16] “Der Sämann“, Sofia, 27.03.1921

[17] „Sonntagsvorträge“, Sofia, 29.2.1920 „Was sagt der Geist“

[18] „Sonntagsvorträge“, Sofia, 7.12.1919  „Er wird leben“

[19] Georgi Radev, „Der Meister spricht“, 1939  „Mensch“

[20] Der Vortrag „Simon Jona, hast du mich lieb“, 12.07.1920  Sliven

[21] „Sonntagsvorträge“, Sofia, 26.12.1926 „Dieses Gleichnis“

[22] „Allgemeine okkulte Klasse“, Sofia 19.02.1923  „Die beiden Strömungen – die Feuerwelle und die Welle der Liebe“

[23] „Sonntagsvorträge“, Sofia, 17.01.1938  „Das lebendige Brot“

[24] Ebd., 09.11.1930  „Ihn hat Jesus gesehen“

[25] Enzyklopädie „Die Astralwelt“, „Die sechste Rasse“

[26] “Allgemeine okkulte Klasse, Sofia, 29.02.1928 „Die erste Ursache“

[27] “Sonntagsvorträge“, Sofia,  05.11.1922 „Die Strafe wird leichter sein“

[28] S. Anm. 24

[29] Der Komet С/2001 Q4 (Neat)

[30] „Festvorträge“, Veliko Tarnovo, 27.08.1910

[31] „Okkulte Klasse für junge Menschen“, Sofia, 11.02.1938  Gehirnnervensystem und sympathisches Nervensystem“

[32] Enzyklopädie „Die Astralwelt“,  „Rassen“

[33] „Morgenansprachen“, Sofia,  04.06.1939 „Der Schüler“

[34] „Festvorträge“, Veliko Tarnovo, 19.08.1922 „Das neue Leben“

[35] „Sontagsvorträge“, Sofia, 7.12.1919 „Er wird leben“

 

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